Photocircle Blog

News

Posts Tagged ‘fotokunst’

Ronny Behnerts Suche nach der eigenen Handschrift

Seit gut einem Monat bereichert Ronny Behnert mit seinem Portfolio unsere Galerie. Für unseren Blog erzählt er uns, wie er zur Fotografie kam und über seine weiteren Pläne.

Ronny Behnert fotografiert aktiv seit 2007. Nur drei Jahre später hat er sein Fotografie Projekt “Håggard Photography” gegründet und versucht seither seinen eigenen Stil, seine eigene Handschrift sozusagen, zu finden und zu verfeinern. In kurzer Zeit haben es schon einige seiner Fotoserien in renommierte Magazine geschafft.

The Gate von Ronny Behnert

The Gate von Ronny Behnert

Geboren in Luckenwalde, einer Kleinstadt südlich von Berlin, zieht es Behnert schon seit jeher in die Ferne. Sein Basislager hat er in Berlin errichtet, jedoch verschlug es ihn beruflich schon nach Sylt und Frankfurt/Main. Auch sonst versucht er häufig umher zu reisen, sich inspirieren zu lassen und seine fotografischen Fähigkeiten weiter auszubauen.

Du hast ja erst 2007 so richtig mit der Fotografie angefangen. Das sind 6 Jahre. Wie hast du es geschafft in so kurzer Zeit einen so reifen und professionellen Stil zu entwickeln?

Vielen Dank für das tolle Kompliment. Ein Geheimrezept dafür habe ich nicht, aber ich würde sagen, dass ich mich stark mit der Praxis, also dem Handwerk Fotografie, auseinander gesetzt habe und einfach in die Welt hinausgegangen bin. Von Anfang an habe ich eine Kamera in der Hand gehabt und viel experimentiert, ausprobiert und mich teils auch von anderen Fotografen inspirieren lassen. Ich denke das Wichtigste ist, dass ein Großer Teil des Lernprozesses das Fotografieren an sich ist. Man sollte einfach seinen Gedanken folgen…Die Fotografie ist frei!

Was ist Dir besonders wichtig beim Fotografieren?

An erster Stelle steht für mich, mich auszudrücken. Meine Interessen, Gedanken und Gefühle durch die Linse zu transportieren und das, was die Gedanken mit mir machen, in einem Foto zu vereinen. Die Fotografie ist für mich ein wichtiges Medium, auch um mich selbst zu entdecken und mehr über mich zu lernen.

Sheikh Zayed Road - Study 10 von Ronny Behnert

Sheikh Zayed Road - Study 10 von Ronny Behnert

Du reist auch viel herum, was ist dein nächstes großes Ziel?

Mein nächstes Ziel ist Krakau und das in der Nähe gelegene Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, das Teil meiner neuen Werkgruppe werden wird, die sich intensiv mit dem Thema Vergangenheit beschäftigen wird. Die ersten Testaufnahmen sind bereits gemacht und das Konzept steht.

Weitere Städtereisen nach Venedig und Zürich sind ebenfalls geplant. Über Ziele die etwas weiter weg sind wird gerade verhandelt. Zur Auswahl stehen Tokio, die Vereinigten Arabischen Emirate und Chicago.

Deine schönste Geschichte zu einem deiner Bilder…

Ich glaube, ich könnte zu so einer Geschichte die komplette Werkgruppe „Venezia“ zusammenführen. Die Stadt Venedig hat mich die Zeit, in der ich dort bleiben durfte, jeden Tag aufs Neue beeindruckt und sich für mich als wahre Stadt der Liebe entpuppt. Um es kurz zu fassen, für mich gibt es keine romantischere und verträumtere Stadt als Venedig.

Canal Grande - Study 8 von Ronny Behnert

Canal Grande - Study 8 von Ronny Behnert

Dein Lieblingsfotograf?

Der japanische Fotograf Hiroshi Sugimoto, der mich 2008 mit seiner Berliner Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie vollends überzeugt hat. Seine „Seascapes“ und „Theatres“ haben mich sehr geprägt!

Deine erste Kamera? Und womit fotografierst du heute?

Bei meiner ersten Kamera handelte es sich um eine Kompaktkamera eines Freundes, die mich zur Fotografie gebracht hat. Als ich merkte, dass das Fotomachen ein Medium für mich ist, begann ich mein Equipment auszubauen. Ich begann analog zu fotografieren und entwickelte mich kurz danach auch mit digitalen Spiegelreflexkameras weiter.

Mittlerweile fotografiere ich analog und digital im Mittel- und Vollformat und experimentiere parallel dazu mit einer alten Polaroid Kamera.

The pool von Ronny Behnert

The pool von Ronny Behnert

Miroir d´eau - Study 2 von Ronny Behnert

Miroir d´eau - Study 2 von Ronny Behnert

Seid ihr auch gespannt auf seine neuen Serien? Dann haltet euch auf Photocircle und Ronny Behnerts Homepage auf dem Laufenden. Zu kaufen gibt es seine Bilder in seiner Galerie bei uns hinter Acrylglas sowie auf Alu-Dibond und Fine-Art Paper. Wir finden, dass seine Bilder auf Alu Dibond besonders gut funktionieren.

Ronny Behnert unterstützt unsere Projekte mit 60% seines Gewinns. Danke Ronny! Wir freuen uns, Dich bei uns vertreten zu dürfen!

Weltreisen und Surfen als Beruf

Es kommt nicht häufig vor, dass ich neben dem obligatorischem kurzem Fernweh, das bei tollen Landschaftsaufnahmen immer einsetzt, noch so ein Bauchkribbeln verspüre, das mich am liebsten sofort meine Koffer packen lässt und ich mich erstmal für ein Jahr von Familie und Freunden verabschieden möchte. Wenn ich mich aber durch Lars Jacobsens Bilder klicke, dann würde ich am liebsten mit nichts weiter im Gepäck als einer Hängematte, meinem Bikini und einer Sonnenbrille losziehen, endlich mal weiter Surfen lernen und glücklich sein.

Lars ist seit 2006 Chefredakteur des deutschen Surfers Magazin, und arbeitet außerdem noch als Freelance Fotograf für viele große Zeitungen. Er darf seiner Leidenschaft, dem Surfen, fast das ganze Jahr über nach gehen, und reist damit ständig in der Weltgeschichte umher. Seine Bilder sind schon seit einiger Zeit in unserer Gallerie zu finden, daher habe ich ihm einmal ein paar Fragen zu seiner Arbeit gestellt.

Skateboard von Lars Jacobsen

Wie bist du denn eigentlich zum Surfen gekommen?

Ich bin in dem Windsurf-Laden meines Vaters aufgewachsen und hatte so immer schon Bezug zum Thema “surfen”. Er hatte eine eigene Surfschule an einem Baggersee und wir verbrachten dort jede freie Minute. Allerdings hatte mich Windsurfen nie wirklich gefesselt, dafür aber das Wellenreiten. Bei uns im Laden lagen einige Magazine aus, in denen auch immer wieder Wellenreit-Storys zu finden waren. Die Fotos und Geschichten faszinierten und beschäftigten mich tagelang. Irgendwann entschloss ich, ich glaub ich war damals 14 Jahre alt, mit einem Kumpel an die französische Atlantikküste zu fahren, um dort Wellenreiten zu gehen. Ein Jahr später nahm ich an einem Sprachkurs in Kalifornien teil und meine Gastfamilie waren alle Surfer und Skateboarder. Von da an war es um mich geschehen…

Big Wave Surfer Kohl Christensen vor Irland von Lars Jacobsen

Was ist dir besonders wichtig beim Fotografieren?

Dass sich meine Bilder möglichst von anderen aus demselben Genre abheben. Das ist natürlich nicht immer möglich aber gerade in der Surffotografie kann man sehr kreativ an die Arbeit gehen und immer wieder neue Dinge ausprobieren. Ich lege hohen Wert drauf meinem Kunden möglichst beste Qualität abzuliefern und ihm exakt das zu liefern, wonach er gesucht hat…

Du bewegst dich ja in vielen verschiedenen Genres der Fotografie – Sport, Portrait, Reise oder „einfach“ Landschaftsaufnahmen. Was liegt dir hier besonders am Herzen und warum?

Die Surffotografie war auf jeden Fall immer der Motor meines Antriebs. Als Deutscher Wellenreiter, fern ab von den perfekten Wellen, schwang bei mir immer der Reiz des “Was ich nicht haben kann, will ich erst recht haben” mit. Vor zehn Jahren hatte ich schließlich die Chance bekommen aus meinem Hobby einen Beruf zu machen. Ich arbeite als Chefredakteur bei der SURFERS und darf quasi die Welt bereisen und Surfen fotografieren.

Surfer in Marokko von Lars Jacobsen

Deine schönste Geschichte zu einem deiner Bilder…

Wow, das ist sehr schwer zu beantworten. Es gab so unfassbar viele schöne Momente und Geschichten auf Reisen… Ein sehr eindrucksvolles Erlebnis war auf jeden Fall das Shooting zu diesem Bild. Wir waren mit ein paar der besten Deutschen Wellenreitern auf Island unterwegs. Auf der Suche nach Wellen kamen wir plötzlich an diesem Gletschersee (Jökulsárlón) im Süden des Landes vorbei. Beim Vorbeifahren wurden wir immer langsamer und schauten mit offenen Mündern auf dieses atemberaubende Panorama. Ohne dass jemand ein Wort sagte, parkten wir an dem See, stiegen aus und schauten uns immer noch ganz ungläubig von dieser Schönheit an. Dreißig Sekunden später wurden alle ganz hektisch, sprangen in ihre Neoprenanzüge und paddelten aufgeregt und voller Adrenalin zwischen den Eisbergen herum. Ich brauchte etwas länger, da ich erst die Kamera im Wassergehäuse unterbringen musste. Als Fotograf musste ich ohne Surfbrett in das eisige Wasser springen und hing plötzlich bis zum Kinn in dem halb gefrorenen See. Ich merkte ganz schnell, wo mein Neoprenanzug Wasser durch ließ. Ich habe noch nie in so kaltem Wasser geschwommen, wirklich eine Eindrucksvolle Erfahrung. Die Jungs hievten mich dann zu sich auf den Eisberg und ich wusste sofort, dass sich der Exkurs in die arktische Kälte lohnen wird.

Dein Lieblingsfotograf?

Das ändert sich ständig. Aber in Sachen Surf-Lifestyle Bilder bin ich momentan großer Fan von Mark Choiniere

Von Portraits bin ich Fan von Jason Reposar

Von reinen Surffotos bin ich schon immer großer Fan von Tim McKenna

Deine erste Kamera? Und womit fotografierst du heute?

Meine erste Kamera war eine kleine Agfamatic Pocketkamera. Ich habe das Teil geliebt! Heute fotografiere ich meistens mit meiner Nikon D800 oder ab und zu mit meiner alten Hasselblad 501C.

Lust auf Lars‘ Bilder bekommen? Anzusehen sind sie in seiner Galerie auf Photocircle und natürlich auf seiner eigenen Homepage. Wie immer könnt ihr mit dem Kauf eines seiner Bilder ein tolles Projekt unterstützen und so die Welt in bisschen besser machen.

Wellen von Lars Jacobsen

Oliver Fluck und die Ruhe der Nacht

Oliver Fluck wurde 1976 in Limburg an der Lahn geboren und hat in Wiesbaden studiert. Nach einigen Jahren in Angestelltenverhältnissen im Ausland und einer Promotion in Informatik ist er 2011 zurück in die Heimat gegangen, um selbstständig zu arbeiten und eine Balance zwischen seinen verschiedenen Interessen zu finden. Gemeinsam mit seiner Freundin lebt er zur Zeit in Frankfurt am Main.

Waiting for the Midnight Date von Oliver Fluck

Waiting for the Midnight Date von Oliver Fluck

Was ist dir wichtig, wenn du fotografierst?

Neben dem Spielerischen hat es für mich – und für viele andere Fotografen sicher auch – immer etwas mit dem (Wieder)Entdecken und Auseinandersetzen mit einem Thema oder einer Umgebung zu tun. Ich mache das bevorzugt bei Nacht. Zum Einen weil ich in meinen Arbeiten gerne das Wechselspiel zwischen Licht und Dunkelheit studiere, zum Anderen weil ich die Ruhe sehr mag. Ich kann mir nachts besser Zeit nehmen für Dinge, die im Alltag keinen Platz haben. Mir ist es wichtig das alles zu genießen.

Die Geschichte zu einem Deiner Bilder, das Dir besonders am Herzen liegt…

Am meisten am Herzen liegt mir eigentlich immer das Bild, das ich als letztes aus meinem Archiv ausgewählt, bearbeitet und veröffentlicht habe. Aktuell ist das „At the Law Office“, ein dunkles Motiv aufgenommen in New Jersey.

Deine erste Kamera …

Meine erste Kamera habe ich mir vor 10 Jahren gekauft. Das war eine digitale point&shoot mit 3 Megapixeln. Eine Canon A70. Damals habe ich schon einige Monate in New Jersey gelebt und mir zur Angewohnheit gemacht meine Wochenenden in New York zu verbringen. Anfangs hatte ich immer die Kamera meines Mitbewohners ausgeliehen, um mich auf irgendeine Weise intensiver mit den mich überwältigenden Eindrücken dieser Stadt zu beschäftigen.

Womit fotografierst du heute?

Heute fotografiere ich mit einer Canon 5D Mark II. Meine dritte Kamera, die ich jetzt auch schon seit über 4 Jahren besitze. Sie ist schon viele tausende Kilometer mit mir gereist. Ich hoffe, sie macht es noch eine Weile. Ich habe drei Objektive, die ich stets bei mir habe. Ein Weitwinkel, eine Normalbrennweite und ein billiges, leichtes Objektiv, das ewig weit zoomen kann.

The High Brow Cat Bistro von Oliver Fluck

The High Brow Cat Bistro von Oliver Fluck

Was zeichnet einen guten Fotografen aus?

Die Fähigkeit seine eigenen, unabhängigen Gedanken machen zu können. Neue Ideen haben und diese umsetzen. Neue Wege entdecken und diese auch gehen. Ich glaube das braucht es um neue Einblicke, Sichtweisen oder visuelle Eindrücke zu schaffen, die letztendlich eine Bereicherung für den Betrachter sind.

Unobstructable von Oliver Fluck

Unobstructable von Oliver Fluck

Dein Lieblingsland zum Fotografieren und warum?

In den USA habe ich begonnen zu fotografieren und dort auch den mit Abstand größten Teil meiner fotografisch aktiven Zeit verbracht. Sozusagen ist meine Fotografie dort zuhause. Das Land scheint in seiner Größe und Vielfalt unerschöpflich. Gleichzeitig habe ich bisher das Glück gehabt mich dort immer sehr willkommen zu fühlen. Natürlich freue mich auch auf jede neue Destination. Von meinen Reisen außerhalb der USA ist mir vor allem der besondere Charakter Havannas in Erinnerung geblieben. Ebenso die menschenleeren Landschaften Islands, die in der Mitternachtssonne so surreal anmuten.

Eine Auswahl aus seinem Portfolio findest Du in Oliver Fluck’s Galerie auf Photocircle. Einen Überblick über sein gesamtes Werk bekommst Du auf seiner Website. Wir sind froh, dass er unsere Projekte mit seinen wunderschönen Aufnahmen unterstützt!

Jens Rosbach beim Docma Award ausgezeichnet

Der Berliner Fotograf Jens Rosbach gewinnt gleich zwei Preise beim Wettbewerb des renommierten Photoshop-Magazins. Wir haben ihn zum Wettbewerb befragt und mit ihm über seine nächsten Projekte gesprochen.

Gletscherläufer - Fotokunst von Jens Rosbach

Gletscherläufer von Jens Rosbach

Worum geht`s bei dem Wettbewerb?

Um Naturbilder. Der Wettbewerb stand unter dem Motto “Natürlich!? Schöner als wahr.” Gefragt waren Fotos, die entweder rein künstlich mit Photoshop komponiert wurden – oder echte Naturaufnahmen, die nur leicht bearbeitet wurden. Lediglich das Ergebnis zählte: starke Motive.

Welche Deiner Arbeiten wurde denn ausgezeichnet?

Als gebürtiger Norddeutscher – ich stamme aus Mecklenburg – zieht es mich immer wieder an die Ostsee. Bei einer Strandwanderung im vergangenen Frühjahr herrschten maximal ungünstige Aufnahmebedingungen: grelle Mittagssonne, harte Schatten und scheinbar keine Motive. So „spielte“ ich etwas mit der Kamera: Ich stellte eine besonders lange Belichtungszeit ein und drehte meinen Körper während des Auslösens schnell von links nach rechts – immer den Horizont im Blick. Das Bild verwischte dadurch, plötzlich liefen die Wellen auch mitten durch den Sand.

Strandwellen von Jens Rosbach

Strandwellen von Jens Rosbach

Du hast ja gleich noch für ein zweites Bild eine Wettbewerbs-Platzierung erreicht…

Das zweite Motiv ist ebenfalls eine Ostseeaufnahme. Das Bild ist im vergangenen Jahr während des Zingster Umweltfotofestivals entstanden. Abends, nach den vielen Workshops und Shootings, bauten Massen von Fotofreunden ihr Stativ am Strand auf. Alle wollten den idyllischen Sonnenuntergang über dem Wasser aufnehmen. Dieses reizte mich, dem Mainstream etwas entgegenzusetzen und wieder herumzuexperimentieren. Ich löste die Kamera von meinem Stativ und zog sie – wie bei dem Wellenbild – schnell am Horizont entlang. Die Herausforderung bestand darin, die Abendsonne gleichmäßig über das gesamte Bild zu „ziehen“, so dass aus der Kugel ein Streifen wurde. Samt Reflexionen auf dem Wasser.

Sonnenuntergang. Ostsee Fotokunst von Jens Rosbach

Sonnenuntergang. Ostsee von Jens Rosbach

Die Kontraste sind so stark, dass man tatsächlich nicht sieht, ob es eine echte Aufnahme ist.

Alles echt. In echt! Unter Acrylglas kommen die Farben besonders gut zur Geltung.

Was hast Du jetzt von den Platzierungen im Fotowettbewerb?

Vor allem die Anerkennung. Die Fotos werden beim diesjährigen Zingster Umweltfotofestival ausgestellt. Zu dem Event kommen berühmte Naturfotografen und Fotokünstler, aber auch National Geographic, Epson und andere Foto-Firmen an die Ostsee. Also eine perfekte Veranstaltung zum Networken. Die Docma-Ausstellung geht dann deutschlandweit auf Reise. Das ist schon nicht schlecht für´s Fotografen-Ego.

Was sind Deine nächsten Projekte?

Ich werde im Herbst durch Japan reisen. Vor allem die uralte Tempelkultur interessiert mich. Die Reise- und Reportagefotografie ist -neben den Naturaufnahmen – mein zweites künstlerisches Standbein.

Jens Rosbach fotografiert von Antje Fleischhauer

Jens Rosbach fotografiert von Antje Fleischhauer

Jens Rosbach, Jahrgang 1970, arbeitet als Journalist in Berlin: www.jensrosbach.de

Die prämierten Fotos “Strandwellen” und “Sonnenuntergang. Ostsee” von Jens Rosbach sowie eine Auswahl aus seinem Portfolio findest Du auf Photocircle.

In einer anderen Zeit

In diesem Beitrag erzählt uns die Berliner Fotografin Aurica Voss die Geschichte zu Ihrem Bild “In einer anderen Zeit”. 

Als Fotografin empfinde ich einzelne Szenen in Städten als Inszenierungen der Gesellschaften und des Lebens, die oftmals in sich den Widerspruch tragen, unbewusst entstanden zu sein. Dieser Widerspruch ist es, der mich fasziniert und den ich  – auch meist unbewusst – mit meiner Fotografie ausdrücken möchte.

Mein Foto “In einer anderen Zeit” ist eine Momentaufnahme einer vom Zufall kreiierten Inszenierung und beinhaltet eine Geschichte, die eigentlich niemand besser erzählen kann als das Bild selbst.

Im Frühjahr 2011 reiste ich mit zwei Freunden durch Kuba. In Cienfuegos verbrachten wir zwei Tage, in denen wir zu Fuß die Stadt erkundeten. Cienfuegos ist eine wunderschöne, alte Stadt, in der jede Häuserfassade eine Geschichte zu erzählen scheint. Auch hier, wie fast überall in Kuba, wo eine Häuserwand oder eine Mauer steht, sind noch die Spuren der politischen Vergangenheit Kubas sichtbar und lösen zwiespältige Gefühle aus.

Oft habe ich mich bei unseren Streifzügen gefragt, ob die Menschen in den Häusern, auf denen die Abbilder einstiger Helden zusammen mit dem Putz abbröckeln, sich noch mit diesen verbunden fühlen oder ob sie sie gar nicht mehr wahrnehmen, so wie etwas aus unserer bewussten Wahrnehmung zu verschwinden scheint, das immer da ist.

Die Szene auf meinem Foto ist für mich ein Sinnbild für diese Frage und für einen Teil der Antwort darauf, die ich in Gesprächen mit Einheimischen gefunden habe. Das Foto ist in einer Straße am Hafen entstanden. Das Bildnis ist zwar noch nicht so verblichen wie viele andere in dem selben Wohnviertel, aber es ist versteckt hinter dem Vorhang des Alltags.

Das Bild “In einer anderen Zeit” sowie eine Auswahl aus dem Portfolio der Fotografin könnt Ihr auf Photocircle kaufen. Aurica Voss verzichtet auf 50% ihres Verdienstes zugunsten sozialer Projekte in der Region. 

Fotowettbewerb – Gewinne eine CANON EOS M

Unser Facebook Fotowettbewerb hat am 05. Mai begonnen und läuft noch bis zum 19. Juni. Zu gewinnen gibt es tolle Preise!

Photocircle Foto-Wettbewerb

Als Thema haben wir “Landschaftsfotografie” gewählt. Teilnehmen kann bei diesem Wettbewerb jeder. Besucht einfach unsere Facebook Seite und ladet Euer bestes Landschaftsbild hoch. Teilt Euren Beitrag mit Euren Netzwerk und sammelt kräftig Stimmen, den es lohnt sich…

Wir sind sehr froh und dankbar, dass CANON diesen Wettbewerb sponsort und als Hauptgewinn eine brandneue CANON EOS M zur Verfügung stellt.

Vom 2. bis zum 10. Platz vergeben wir tolle Geschenkgutscheine, die Ihr für unsere Foto-Leinwände, Acrylglasbilder oder Alu Dibonds nutzen könnt. Hier noch einmal alle Preise im Überblick:

1. Preis: Eine brandneue CANON EOS M (UVP 499 €)

2. Preis: 50 € Photocircle Geschenkgutschein

3. Preis: 25 € Photocircle Geschenkgutschein

4. – 10. Preis: 10 € Photocircle Geschenkgutschein

Wir freuen uns über Deine Teilnahme. Viel Erfolg und einen sonnigen Montag!

Asha und Alo – Hoffnung und Licht

Vor zwei Wochen konnten wir unser Projekt in Bangladesh finanzieren und fünf jungen Mädchen den Gang in die Grundschule ermöglichen. Heute erzählt uns Florian Albrecht von unser Partnerorganisation Netz e.V. die Geschichte von einem der Mädchen aus dem Projekt. 

Liebe Photocircle-Community,

ich möchte Ihnen von Asha erzählen – ihre Familie zählt zu den Ärmsten in Bangladesch:

Die Familie ist landlos. Ashas Vater ist Tagelöhner. Er verdient gerade mal 14 Cent in der Stunde. Oft findet er keine Arbeit. Sein Jahresverdienst für die vierköpfige Familie liegt bei 115 Euro. Unglaublich: Während wir im Überfluss leben hat Ashas Familie die meiste Zeit kaum genug zu Essen.

Asha Bangladesch

Asha

Das letzte Jahr war für Ashas Familie sehr ereignisreich: Seit Jahresbeginn geht Asha in eine NETZ-Grundschule. Im März wurde ihre Schwester Alo geboren. Und ihre Mutter wurde in das NETZ-Programm zur Sicherung der Grundbedürfnisse „Ein Leben lang genug Reis“ aufgenommen.

Asha strahlt als sie aus der Schule kommt. Dort gab es Reis mit Linsen. Einfach, aber es schmeckt gut und sättigt. In den Zeiten, in denen der Hunger am größten ist, gibt es an Ashas Schule ein Mittagessen, zubereitet von den Müttern und der Lehrerin. Finanziert durch Spender aus Deutschland und das Entwicklungsministerium.

Elemantary School

Foto aus der Grundschule

Als Ashas Vater von der Feldarbeit kommt, erzählt er, wie froh er ist, dass sein Kind zur Schule geht. „Asha soll mindestens bis zur zehnten Klasse lernen,“ er hält inne und sagt dann: „Asha ist unsere Hoffnung!“

Denn „Asha“ heißt auf Deutsch Hoffnung. Und „Alo“, der Name der kleinen Schwester, bedeutet Licht.  Ich hoffe, dass diese Geschichte Sie motiviert, aktiv zu werden. Denn mit Ihrer Unterstützung kann NETZ e.V. auch anderen Kindern die Möglichkeit des  Schulbesuches eröffnen. Mit nur 46 Euro können Sie den Unterricht eines Kindes für ein ganzes Jahr sichern.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Herzliche Grüße

Ihr Florian Albrecht

Die Schönheit der Welt in ihren Details

Aurica Voss ist seit einem Monat mit einer Auswahl aus ihrem Portfolio bei Photocircle vertreten. Heute erzählt uns die Berlinerin von ihrer Leidenschaft und Motivation als Fotografin. Viel Spaß mit unserem Blog Portrait…

Pacific Highway von Aurica Voss

Pacific Highway von Aurica Voss

Ein paar Worte zu Aurica Voss…

Ich lebe, wo ich vor 34 Jahren geboren wurde: in Berlin. Fotografie interessiert und fasziniert mich seit meiner frühen Kindheit. Mein Vater hatte seine analoge Spiegelreflexkamera auf jeder Reise dabei, und zuhause gab es regelmäßig Diashows.

Meine Leidenschaft fürs Fotografieren hat auch viel mit meiner Liebe zum Film zu tun. Die Ästhetik der Filme, die mich begeistert und geprägt haben, hat sicher einen großen Einfluss auf meine Art zu fotografieren, und andersherum sprechen mich immer noch die Filme am meisten an, in denen ich die Art von Aufnahmen wiederfinde, die mich zum Fotografieren bewegen, die mein Herz als Fotografin berühren. Jüngstes Beispiel ist der Film „Cheyenne“ von Paolo Sorrentino.

Reisen in alle Teile der Welt mache ich nicht weniger gern als Fotos, und die Kombination von beidem bedeutet für mich Erfüllung.

California von Aurica Voss

California von Aurica Voss

Ein Ziel, das du als Fotograf erreichen möchtest …

In meinen Bildern möchte die Schönheit der Welt in ihren Details zeigen. Ich möchte die Bestandteile der Welt, des Lebens und der Menschen zeigen.

Mich fasziniert, wie sich die Welt und Gesellschaften und die Natur selbst inszenieren, ohne dass in dieser Inszenierung eine unmittelbare Absicht zum Ausdruck kommt. Diese Selbstinszenierung ist nicht das Ergebnis eines bestimmten Konzeptes, sondern über Tausende von Jahren entstanden und immer in Veränderung begriffen, ohne je die Patina einer ihr innewohnenden „Seele“ zu verlieren.

Diese Seele ist es, die ich in allen Teilen der Welt, in denen ich bisher war, immer aufs Neue wiederfinde, und die mich als Fotografin verzaubert – das ist dann der Moment, in dem ich die Kamera auslöse.

Untitled von Aurica Voss

Untitled von Aurica Voss

Was ist dir wichtig, wenn du fotografierst?

Das „perfekte“ Licht und Spontanität sind für mich essentiell, wenn ich fotografiere.

Das Motiv muss in dem Moment, in dem ich es sehe, ein ganz bestimmtes Gefühl auslösen. Es muss eine Art Wiedererkennung bewirken, obwohl ich es noch nie zuvor gesehen habe. Der Moment, in dem ich weiß, dass ich fotografieren muss, was ich sehe, ist der Moment in dem die Seele des Gesehenen mich berührt hat.

Welche Fotografen bewunderst du?

  • Annie Leibovitz
  • Henri Cartier-Bresson
  • Vivien Mayer
  • Walker Evans
  • Anton Corbijn
  • Paolo Pellegrin

Deine erste Kamera

Eine Canon EOS 5000

Womit fotografierst du heute?

Mit einer Olympus PEN E-P1 und einer Olympus XZ-1

Was zeichnet einen guten Fotografen aus?

Originalität, Intensivität, Auslösen einer unbekannten Sehnsucht, Sinn für Ästhetik

On The Road von Aurica Voss

On The Road von Aurica Voss

Zusammenkommen – Die Geschichte hinter dem Bild

Über die Landschaftsfotografie kam der in den bayerischen Bergen geborene Fotograf Steffen Rothammel schnell zu seiner eigentlichen Leidenschaft. Szenen.

“Szenen des Lebens beschreiben einzelne nicht mehr wiederkehrende Momente. Es sind einmalige Ereignisse die nicht reproduzierbar sind. Ich versuche eine kleine Geschichte als Startschuss mit der Hilfe der Bildaufteilung zu erzeugen, aber dennoch  genügend Freiraum für die individuelle Interpretation des Betrachters zu lassen. Einzelne kleine Details können Bildern Emotion und Ausrichtung geben” – Steffen Rothammel.

Zusammenkommen - Fotokunst von Steffen Rothammel

Das Foto “Zusammenkommen” wurde in der National Geographic prämiert. Es zeigt eine Straßenszene in Cuba. Steffen Rothammel beschreibt die Bildentstehung wie folgt:

“Auf einer Reise durch Kuba gelang mir in der kleinen Stadt Vinales diese Strassenszene. Immer auf der Suche nach Begebenheiten fiel mir zuerst die Frau mit ihrem blauen Stirnband auf wie sie vor der blau gestrichenen Wand stand. Da die Menschen in Kuba Zeit haben, bzw. sich Zeit nehmen, dauerte diese Begrüßung ein wenig länger, was mir Zeit ein Foto zu machen. Das Kinderfahrrad sollte dem Bild den Rahmen geben.”

“Durch die Strassenfotografie lernt man die jeweilige Kultur des Landes schneller kennen, was ein weiterer Reiz dieser Art von Fotografie ist. Auf Menschen zu zu gehen, mit ihnen ein Gespräch zu beginnen und die Begegnung mit einer Aufnahme der Situation abzuschließen ist eine ganz persönliche Art der Arbeit. Bei meinen Reisen durch die verschiedensten Teile der Erde trifft man auf die unterschiedlichsten Kulturen. Und jede ist für sich Teil der Landschaft und Geschichte in der sie entstanden ist. Mir ist es ein persönliches Anliegen, Vorurteile und Grenzen zu sprengen. Jede Kultur, jede Lebensart kann die jeweils andere bereichern. Ich versuche diesen Austausch der Kulturen mit meinen Bilder zu unterstützen”

Uns gefällt diese Sichtweise.

Eine Auswahl aus dem Portfolio von Steffen Rothammel findet Ihr in unserer Galerie auf Photocircle. Mit dem Kauf seiner Bilder auf Photocircle könnt Ihr unter anderem unser Projekt in Haiti unterstützen.

Grundschuldbildung in Bangladesh

Wir haben unser Projekt in Bangladesch finanziert! Dank Eurer Unterstützung können wir nun mit unserem Projektpartner Netz e.V. fünf Mädchen den Zugang zur Grundschule ermöglichen.

Grundschulbildung in Bangladesch

Details zum Projekt findet Ihr auf der Projektseite. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei allen Fotografen und Kunden bedanken, die den diesen Kreis geschlossen haben. Ihr seid super!

Durch den Verkauf folgender Bilder konnten wir das Projekt realisieren. Natürlich könnt Ihr diese Bilder auch weiterhin bei uns in bester Galeriequalität kaufen und Gutes tun. Klickt einfach auf die Bilder und Ihr gelangt direkt in die Galerien unserer Fotografen.

Fishermen launching their boat in the morning, Bangladesh von Jakob Berr

Fischerboot, Philippinen von Jens Rosbach

Crossing Hong Kong von Rob van Kessel

the fisherman von Simon Bode

the next Generation von Brett Elmer

Xitang Water Village at Night von Rob Smith

Myanmar exteriors von Simon Bode

beten für das tägliche mahl von Walter Luttenberger

Life On The Path von Quinn Ryan Mattingly

tibetischer Landarbeiter von Stephan Opitz

Secret Observeer - Manuel Ferlitsch

← Before After →