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Posts Tagged ‘fotokunst’

Eine soziale Galerie für Berlin

Zusammen mit Euch wollen wir ein neuartiges Galeriekonzept ins Leben rufen, das der Stadt und den Besuchern etwas zurückgibt.

Durch den Verkauf der Bilder werden wir lokale Kiezprojekte unterstützen und dadurch kulturellen und sozialen Initiativen aus Berlin neue Möglichkeiten der Finanzierung geben. Trotz zahlreicher Programme und Initiativen, fehlen der Stadt Berlin jährlich hochstellige Beträge, um die vielfältigen sozialen und kulturellen Berliner Projekte ausreichend zu finanzieren. Wir wollen durch unseren Ausstellungsraum eine Alternative für kleine Organisationen schaffen, Ideen und Projekte realisieren zu können.

Fotokunst von Photocircle

Für die Besucher schaffen wir eine kulturelle Begegnungsstätte, die durch Workshops und Vorträge eine fotobegeisterte Community entstehen lässt. Junge Fotografen haben hier die Möglichkeit, das Licht der Kunstszene zu erblicken.

Wir werden das Projekt nicht alleine umsetzen, sondern mit dem Support zahlreicher Berliner und Fotoenthusiasten deutschlandweit. Wir sind die Ersten, die durch Crowdfunding eine Galerie eröffnen. Durch unsere Kampagne auf der größten deutschen Crowdfundingplattform Startnext ist der ganze Prozess transparent sowie offen für Mitbestimmung und Teilhabe.

Für unsere erste geplante Ausstellung in der Galerie haben wir auch schon einen bedeutenden Partner gefunden: Den Berliner Kältebus! Das Projekt der Stadtmission setzt sich alljährlich für die Obdachlosen dieser Stadt ein, und hilft mit warmen Decken, Getränken und einem Schlafplatzangebot durch die kältesten Nächte der Hauptstadt. Dafür haben wir mit den Leitern des Projekts konkrete Bedürfnisse definiert, die finanziert werden müssen, um den Betrieb und das Team zu entlasten.

Schaut euch die Arbeit vom Kältebus doch einfach mal hier an!

Helft uns diese bedeutende Berliner Einrichtung durch unsere Galerie zu unterstützen!
Eure Unterstützung macht den Unterschied!

Seid mit dabei und werdet Teil der ersten sozialen Galerie in Berlin:
Photocircle Crowdfunding Kampagne

Black Cities – Eine Fotoserie von Jens Fersterra

Die dunklen Tage im Winter kann man auch künstlerisch nutzen, um Fotokunst der besonderen Art zu erzeugen. Unser Fotograf Jens Fersterra erzeugt mit seinen Großstadtaufnahmen der Reihe ‘Black Cities’ eine surreale Stadt aus anonymen Wolkenkratzern. Die Fotokunst des Berliner Fotografen spielt mit den Dimensionen der Großstadt. Bei uns verkauft er seine Bilder seit Juli 2013 und hat seitdem bereits acht Projekten zur Finanzierung geholfen. Mit dieser Serie unterstützt er momentan die Berliner Schülerpaten.

Fotokunst von Jens Fersterra - Black City I

Black City I

Fotokunst von Jens Fersterra - Black City II

Black City II

Fotokunst von Jens Fersterra - Black City III

Black City III

Fotokunst von Jens Fersterra - Black City IV

Black City IV

Fotokunst  von Jens Fersterra - Black City V

Black City V

Fotokunst von Jens Fersterra - Black City VI

Black City VI

Die Fotoserie ist auf Photocircle.net zu erwerben. Wir empfehlen Acrylglasbilder oder Alu Dibond Fine Art für den Druck der Fotos. Unsere Acrylglasbilder verleihen den Motiven eine Tiefenwirkung, die die Ausdruckskraft der Fotos nochmals verstärkt. Ein Druck auf Alu Dibond Fine Art ist ebenfalls sehr empfehlenswert, da dieser Träger genau wie die Serie schlicht, elegant und minimalisitsch ist.

Christina Feldt im Portrait

„Your best pictures will come to you“ war einmal ein Rat, den Christina Feldt erhalten hat. So geht sie auch an ihre Fotografie heran: Mit viel Geduld und Interesse am Motiv wartet sie auf den richtigen Moment. So entstehen starke Portraits und beeindruckende Momentaufnahmen. Uns erzählt Christina, was für sie in der Fotografie wichtig ist und welche Momente sie als Fotografin besonders geprägt haben.

Fotokunst von Christina Feldt

Tigray girl, Northern Ethiopia by Christina Feldt

Wer ist denn eigentlich Christina Feldt?

Fotografin. Neugierig. Muss auf Reisen immer “einmal um die Ecke gucken“. Liebt Länder und Orte wo keiner weiß wo sie genau liegen. Beobachtet gerne. Ihr Herz schlägt für Afrika. Eine Reise ohne Kamera überlebt sie nicht. Die kleinen Dinge und Details im Leben. Leidenschaft für gute Musik. Liebt Middle East Cuisine. Out-of-the-Box Denkerin. Ist manchmal gerne alleine. Hat irgendwie immer so viel Energie. Regeln sind da um sie zu brechen. Hat Reiseziele im Kopf für die nächsten 50 Jahre.

Was zeichnet eine gute Fotografin aus?

Fotokurse kann jeder belegen, und sich eine tolle Kameraausrüstung kaufen auch, Voraussetzung man hat das nötige Kleingeld dazu. Doch ein Auge für besondere Fotografie zu haben ist längst nicht so einfach, kombiniert mit einer besonderen Sensibilität für Menschen und Situationen. Und es ist genau das was eine gute Fotografin ausmacht. Man muss Situationen und Fotos erfühlen, nicht ihnen hinterher jagen wie es leider so viele Fotografen machen. „Your best pictures will come to you“, hat mir mal ein sehr guter Fotograf gesagt – und ich gebe ihm damit absolut Recht. Man muss Geduld haben, beobachten können, ein Auge für Details haben, wissen was das Wort „framing“ bedeutet…und die Kamera die ersten Stunden sogar mal liegen lassen können, um Menschen und Situationen kennenzulernen und zu verstehen.

Sunrise at Mount Bromo, Java, Indonesia by Christina Feldt

Sunrise at Mount Bromo, Java, Indonesia by Christina Feldt

Was möchtest du als Fotografin erreichen?

Natürlich verfolgt man als Fotografin das altbekannte Ziel visuell anspruchsvolle und besondere Fotos zu machen. Fotos, die den Leuten gefallen, die in den Köpfen hängen bleiben, aber was noch viel wichtiger ist: die Emotionen bei den Betrachtern auslösen. Erweckt ein Foto keine Emotion, hat es für mich das Ziel verfehlt. Aber ich möchte noch viel mehr erreichen: Menschen und Situationen, denen ich auf meinen Reisen begegne, den Leuten woanders ein kleines Stück näher bringen. Etwas zeigen, das für viele fremd oder neu sein mag, das ein Lachen auslösen kann, oder auch ein Fragezeichen, oder ein Kopfschütteln. Auf konkrete Themen aufmerksam machen, Menschen durch meine Fotografie meinen großen Respekt zeigen, Respekt für das was sie machen und für das sie jeden Tag aufstehen. Denn die meisten tragen ihre – oft nicht einfachen – Leben mit einem großen Lächeln.

Dein Lieblingsland zum Fotografieren und warum?

Äthiopien. Einmalige Menschen, einmalige Gesichter, einmalige Geschichten. Ein so vielfältiges Land. Tief in meinem Herzen.

Hier sind einige von Christinas Lieblingsbildern aus der bunten Stadt Harar:

Fotokunst von Christina Feldt

Running girl, Ethiopia by Christina Feldt

Fotokunst von Christina Feldt

Woman carrying wood, Ethiopia. von Christina Feldt

Fotokunst von Christina Feldt

Somali girls in Eastern Ethiopia von Christina Feldt

Dein/e Lieblingsfotograf/in?

Sebastiaõ Salgado für die Tiefe in seinen Fotos. James Nachtwey für seine schwer emotionalen Bilder und Bescheidenheit. Stephe McCurry für die Schönheit seiner Fotos. Alex Webb für seine 5-in-1 und „out-of-the-box“ Bilder. Ami Vitale für ihren Mut als Frau, tolle Persönlichkeit und ihr Auge für Details.

Deine erste Kamera? Und womit fotografierst du heute?

Meine erste Kamera war eine Canon EOS 450 D. Heute fotografiere ich mit der Canon 5D Mark II.

Die Geschichte hinter einem Deiner Bilder. Gibt es ein Bild, dass Dir besonders am Herzen liegt? Warum?

Es gibt so viele Bilder, mit denen ich eine (für mich) sehr tiefe Begegnung oder Geschichte verbinde: Bilder vom Mentawaii Stamm auf Siberut Island, Indonesien, wo ich dachte an Malaria im Dschungel zu sterben; mein erstes Bild in der National Geographic oder auch in der GEO; Bilder von dem Afar Mädchen Medina, deren Geschichte mich sehr bewegt hat und über die ich in meinem Blog geschrieben habe; Bilder vom Palästinenser Abed, der auf seinem Feld gegen die israelische Besetzung ausharrt und den Konflikt eines ganzen Landes verkörpert; und noch viele mehr.

Trotzdem würde ich an dieser Stelle das Bild eines Mönches aus Myanmar wählen, nicht wegen des Fotos, sondern der Begegnung. Es war ein Tag vor meinem 30.Geburtstag, als ich ihm in einem kleinen Café in Yangon begegnete. Normalerweise bin ich gerne alleine, aber an dem Abend dachte ich mir: „Ob das so spannend wir morgen meinen 30.Geburstag alleine hier in Yangon zu verbringen?“ Es war wohl so  gewollt, dass der Mönch mich nach meinem Alter und meinem Plan für morgen fragte. Er bescherte mir einen Geburtstag, den ich nie vergessen werde. Es war lediglich ein Einblick in seinen Alltag: früh aufstehen, meditieren, nach dem Mittag nichts mehr essen, Englisch lernen mit einer unendlichen Hingabe, und andere Mönche treffen. Ich denke, es ist genau diese simpleness, die meinen 30.Geburstag so besonders gemacht hat.

Die besten Begegnungen und Erfahrungen im Leben kann man einfach nicht planen! Sie kommen zu einem.

Bubble making monk, Myanmar von Christina Feldt

Bubble making monk, Myanmar von Christina Feldt

Dein nächstes Projekt?

Das wird man ab Frühling 2014 sehen wenn alles gut läuft. Vorher möchte ich nicht zu viel verraten. Ich sage nur eins: es sollte abenteuerlich werden!

Na dann sind wir mal gespannt und freuen uns schon auf tolle Fotos im Frühjahr. Wer mehr Fotokunst Christina Feldt sehen möchte, der schaut einfach mal in ihrer Online Galerie auf Photocircle vorbei. Wenn sie ihr Ziel erreicht hat und Dir ihre Bilder und Begegnungen ein Stück näher gebracht hat, dann schließe den Kreis und unterstütze mit einem ihrer Bilder Projekte in Kambodscha, Myanmar und Somalia. 

Eva Stadler im Portrait

Eva Stadler findet touristische Bilder völlig in Ordnung, sucht (und findet) aber trotzdem Wege an viel besuchten Orten intime Bilder entstehen zu lassen. Wie es dazu kommt und was Eva Stadler als Fotografin sonst so ausmacht, haben wir sie in einem Interview gefragt.

Fine Art Fotokunst von Eva Stadler

Wer ist denn eigentlich Eva Stadler?

Ich bin Freiberuflerin und spiele auf mehreren Feldern, weil ich einfach viele Dinge gerne mache. In erster Linie bin ich Redakteurin und Gestalterin: Ich konzipiere, entwerfe und betreue Buchprojekte für Verlage, zumeist aus dem Bereich Reise.

Was zeichnet einen guten Fotografen aus?

Ich kenne verschiedene Typen von Fotografen, deren Arbeiten mich beeindrucken – intuitiv Arbeitende, Technikfreaks, Momentjäger. Jeder ist auf seine Weise ein guter Fotograf; vielleicht ist ein richtig guter Fotograf derjenige, der mehrere Arbeitsweisen beherrscht, der nicht nur macht, was er immer macht.

Wenn ich an Fotos denke, die für einen Zweck gemacht werden – was ja nicht weniger kreativ sein muss –, dann ist ein guter Fotograf derjenige, der genau die richtigen Bilder für ein bestimmtes Projekt schießt; der aber nicht einfach das macht, was ihm vorgeben wird, sondern einen speziellen Dreh rein bringt.

Was möchtest du als Fotograf erreichen?

Ich bin froh, in Sachen Fotografieren nicht unter wirtschaftlichem Druck zu stehen. Ich möchte persönlich die Bilder machen können, die mir vorschweben; schneller werden, besser ‚sehen‘, besser umsetzen.

Photocircle Fine Art Fotokunst Eva Stadler

Dein Lieblingsland zum Fotografieren  / Lieblingsmotiv und warum?

Mich zieht es oft in den Norden, nach Skandinavien, Schottland, Cornwall, ins Baltikum. Auch wenn man denkt, dort sei alles schon ‚leerfotografiert‘, sehe ich dort Natur, Szenerien oder Stadtlandschaften, die mir neu sind.

Mein Traumziel wäre Japan. Ich habe schon mehrfach geplant dort hinzufahren, habe es aber noch nie geschafft. Zuletzt hatte ich für März 2011 gebucht.

Deine erste Kamera? Und womit fotografierst du heute?

Als Kind hatte ich eine Agfa Iso-Pak C, die hat mir wiederum mein Vater vermacht. Mein Vater hat mir auch meine zweite Kamera geschenkt, eine Minolta Dynax, die ich bis vor ungefähr zehn Jahren benutzt habe. Heute fotografiere ich mit einer Canon Eos 5D Mak III, mit einigen digitalen Canon-Zwischenschritten.

Bo Kaap von Eva Stadler

Die Geschichte hinter einem Deiner Bilder. Gibt es ein Bild, dass Dir besonders am Herzen liegt? Warum?

Natürlich ist es fürchterlich offensichtlich, in Kapstadt den Tafelberg zu fotografieren, und auch die Punkte, von wo aus man fotografiert, sind begrenzt. Ich wollte es natürlich trotzdem machen, einfach für mich selbst. Es ist nicht ganz einfach, in Südafrika mit einer ausladenden Kameraausrüstung und Stativ herumzulaufen, gerade bei Sonnenuntergang, aber es hat geklappt.

Der Kram war also an den Strand geschleppt, Stativ aufgebaut, Filter gewienert, das Licht wurde weicher … Und plötzlich ist dieses Mädchen aufgetaucht und hat völlig selbstvergessen am Strand gespielt und getanzt. Vielleicht sieht es kitschig aus, aber es ist ein wahrhaftiger Moment, nicht geplant, nicht reproduzierbar, nicht perfekt, aber intensiv.

Photocircle Fine Art Fotokunst Eva Stadler

Das nächste Bild aus Südchina ist schön, aber total unecht. Jeder, der nach Yangshuo fährt, möchte diese Karstberge, diese Bambuswälder, diese Floße mitnehmen. Und das ist ja auch legitim! Es ist auch gar nicht nicht schön dort, nur die Szenerie wirkt auf dieser Aufnahme und durch diese Bearbeitung geradezu archaisch, während wir hier in Wirklichkeit eine enorm effizient arbeitende Tourismusmaschine sehen. Die Floße werden in Lkws hin und her gefahren, unzählige Touristen werden den Fluss runtergeschippert. Alle paar Hundert Meter liegen überdachte Plattformen im Wasser, ausgestattet mit Computern und Druckern – man wird nämlich auf dem Wasser fotografiert und noch auf dem Wasser wird einem das eigene Foto zum Kauf angeboten. Vor allem, wenn es über kleine Stufen im Fluss geht und die Passagiere wohlig kreischen.

Photocircle Fine Art Fotokunst Eva Stadler

Ich war zweimal dort, aber leider immer nur ganz kurz. Ich möchte mal ein paar Tage in der Gegend verbringen und einfach in die Berge hineinwandern, bis man niemanden mehr sieht.

Dein nächstes Projekt?

Oman, New York oder Kopenhagen. Das wird noch diskutiert 🙂

Mehr von Eva Stadlers Bildern aus Südafrika, England und China gibt es in ihrer Online Galerie auf Photocircle.net. Mit ihren Bildern wird zum Beispiel das Projekt Hoffnung am Kap mit unserem Partner “Deutsche Aidshilfe” unterstützt. 

Nothilfe nach Cyclone Haiyan

Dank der Bilder von Henki Koentjoro und Norbert Rupp konnten wir schnelle Nothilfe für die Opfer des Taifuns auf den Philippinen leisten. Drei Familien bekommen nun von uns ein Nothilfepaket für jeweils einen Monat. Vielen Dank an unsere Fotografen, unsere Kunden und unseren Projektpartner CARE. In dem Video seht Ihr, mit welchen Fotos das Projekt finanziert wurde.

Swagman’s Home – Eine Fotoreportage von Franz Sussbauer

Swagman’s home – Ort und Zeit ist unwichtig. Viele der in Deutschland lebenden Gastarbeiter verbringen ihre Nächte in Campern oder Wohnanhängern in der Nähe der Baustelle auf der sie tagsüber arbeiten. Diese Serie zeigt die ‘temporären Wohnungen’ der Menschen. Es gibt keine Gesichter dazu, weil sie ein Schattendasein in unserer Gesellschaft führen. Der Fotograf Franz Sussbauer verkauft die Serie exklusiv bei Photocircle. Mit seinem Verkauf unterstützt er ein Tanzprojekt für Roma Mädchen im mazedonischen Skopje von unserem Projektpartner Schüler Helfen Leben.

Swagmans home I von Franz Sussbauer

Swagmans home I von Franz Sussbauer

Swagmans home II von Franz Sussbauer

Swagmans home II von Franz Sussbauer

Swagmans home III von Franz Sussbauer

Swagmans home III von Franz Sussbauer

Swagmans home IV von Franz Sussbauer

Swagmans home IV von Franz Sussbauer

Swagmans home V von Franz Sussbauer

Swagmans home V von Franz Sussbauer

Swagmans home VI von Franz Sussbauer

Swagmans home VI von Franz Sussbauer

Swagmans home VII von Franz Sussbauer

Swagmans home VII von Franz Sussbauer

Swagmans home IIX von Franz Sussbauer

Swagmans home IIX von Franz Sussbauer

Swagmans home IX von Franz Sussbauer

Swagmans home IX von Franz Sussbauer

Swagmans home X von Franz Sussbauer

Swagmans home X von Franz Sussbauer

Wir empfehlen unsere Acrylglasbilder für den Druck der Fotos. Hinter Acrylglas bekommen die Motive eine strahlende Ausdruckskraft und erstaunliche Tiefenwirkung. 

Christian Brandstaetter im Portrait

Heute stellen wir euch den österreichischen Fotografen Christian Brandstaetter vor. Lest hier, wie er aus erster Hand erfahren durfte, dass Fotografie eben doch etwas bewegen kann.

Wer ist Christian Brandstaetter?

Ich lebe und arbeite an einem der schönsten Orte, die ich mir vorstellen kann, Klagenfurt am Wörthersee in Österreich. Wie eines meiner größten Vorbilder, Sebastião Salgado, habe ich ein Doktorat in Betriebswirtschaft und bin, was die Fotografie betrifft, Autodidakt. Ich leite die HR-Abteilung einer Bank und arbeite auch als Fotograf. Mein Schwerpunkt ist die künstlerische Reisefotografie, Menschen stehen dabei immer mehr im Vordergrund. Rund 35 Länder habe ich bereist, immer mit Rucksack und auf eigene Faust. Für ein sozial motiviertes Fotoprojekt (colours of carinthia) erhielt ich gemeinsam mit meinem Team 2012 den Bürgerpreis des europäischen Parlaments und den goldenen “Creos”. Derzeit arbeite ich daran, eine eigene Bildsprache mit extrem geringer Schärfentiefe zu entwickeln.

Biodiversity | Fotokunst von Christian Brandstaetter

Biodiversity | Fotokunst von Christian Brandstaetter

Was zeichnet einen guten Fotografen aus?

Seine Bilder sind auf den ersten Blick aufgrund seiner individuellen Bildsprache zu erkennen. Er sieht Dinge, Menschen, Situationen, die andere nicht so sehen würden. Er ist selbst eine Persönlichkeit, die zu anderen Menschen leicht und einen tiefen Zugang findet. Nur dann wird die Seele der Menschen in ihren Portraits sichtbar.

Was möchtest du als Fotograf erreichen?

Das nächste greifbare Ziel ist eine Ausstellung: Menschen in ihrer natürlichen Umgebung, die sich aber durch extrem geringe Schärfentiefe zu einem abstrakten Raum verwandelt. Das Individuum ist mein Thema, trotz der Bevölkerungsmassen und der Verdichtung des Lebens. Weiterentwickeln möchte ich mich ständig, ich denke da auch an eine Ausbildung am International Center of Photography in Manhattan.

Dein Lieblingsland zum Fotografieren und warum?

Kuba, wegen der Menschen und ihrer optimistischen, kreativen Lebensweise.

Backflip | Fotokunst von Christian Brandstaetter

Backflip | Fotokunst von Christian Brandstaetter

Deine schönste Geschichte zu einem deiner Bilder…

Für das Projekt “colours of carinthia” fotografierte ich Hadi aus dem Senegal mit ihrem Sohn Leo. Es war eher Zufall und hatte eine komplizierte Vorgeschichte, dass Leo mit auf das Bild kam, denn Hadi war geschieden. Das Sorgerecht für Leo wurde dem österreichischen Vater zugesprochen und Hadi durfte ihn nur drei Mal pro Monat sehen. Durch die Fotoausstellung und das große Medienecho wurde diese Story publik, das Sozialgericht hat umgedacht und jetzt darf Leo bei Hadi wohnen.

Hier geht es zum Projekt.

The White Bay | Fotokunst von Christian Brandstatter

The White Bay | Fotokunst von Christian Brandstatter

Dein Lieblingsfotograf?

Einen kann ich da nicht nennen, ich mag die Klassiker. Irving Penn steht da ganz vorne. Paolo Pellegrin,  Sebastião Salgado, die sehe ich mir gerne an. Andreas Gursky bewundere ich dafür, wie dicht er den Zeitgeist in seine Bilder packt.

Deine erste Kamera? Und womit fotografierst du heute?

Meine erste Kamera war eine Agfamatic, aber das ist ja gar nicht mehr wahr. Später hatte ich dann eine analoge Pentax-Spiegelreflexkamera. Seit 2004 fotografiere ich digital, aktuell mit einer Canon 5D Mk II, aber noch wichtiger sind mir die Objektive. Da habe ich mir eine Reihe erstklassiger Optiken gegönnt, vom 17mm Tilt/Shift bis zum 70-200mm/f2.8. Mein Lieblingsobjektiv ist das 85mm/f1.2…. Blitzen lehne ich generell ab, außer wenn´s im Studio hoch professionell zur Sache geht.

Karakoram Dunes | Fotokunst von Christan Brandstaetter

Karakoram Dunes | Fotokunst von Christan Brandstaetter

Wir sind froh, das Christian Brandstaetter eine Asuwahl seiner Fotos auf Photocircle zum Verkauf anbietet und so unsere Projekte unterstützt. Seine Galerie auf Photocircle findet hier. Seine Aufnahmen sind als Acrylglaskaschierungen, Alu Dibond Fine Art, auf Leinwand oder Fine Art Papier zu erwerben. Mit dem Kauf seiner Bilder unterstützt du soziale Projekte weltweit, zum Beispiel das Projekt “Hilfsgüter für Sudanesische Flüchtlinge” der UNO-Flüchtlingshilfe.

surfers von Christian Brandstaetter

Surfers von Christian Brandstaetter

Tibetan People von Stephan Opitz

Als der Geologe und Fotograf Stephan Opitz zu Forschungszwecken mehrere Monate in der Hochebene Tibets verbrachte entstanden u.a. diese beeindruckenden Portraits stolzer Tibeter.

Mit seinen Fotografien unterstützt Stephan Opitz die Arbeit von Plan Deutschland in Nepal. Mit dem Kauf seiner Bilder auf Photocircle setzt Du Dich für die Befreiung der Kamalari-Mädchen aus ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen ein. Mehr zum Projekt findest Du hier. Weitere Aufnahmen von Stephan Opitz findest Du in seiner Galerie. Wir finden, dass seine schwarz-weiß Aufnahmen besonders auf unserem matten Alu Dibond Fineart und unserem Fine Art Papier von Moab zur Geltung kommen.

Tibetan People, # 4 von Stephan Opitz Tibetan People, # 7 von Stephan Opitz

Tibetan People, # 5 von Stephan Opitz

Tibetan People, # 1

Tibetan People, # 2

Pierre Mylene, portratiert von Frank Domahs

Der Fotograf Frank Domhas portraitierte viele Einzelschicksale in Site Solèy, einem der schlimmsten Slums in Haitis Hauptstadt Port au Prince. Er war mit der Hilfsorganisations LESPWA e.V. unterwegs, die medizinische Hilfe in einer der ärmsten und gefährlichsten Gegenden der Welt leistet. Wir stellten vor kurzem schon Marie Prophets Geschichte vor. Das heutige Portrait zeigt Pierre Mylene, eine Ex-Prostituierte aus Site Solèy.

Seit ihrem 14. Lebensjahr lebte Pierre Mylene auf der Straße in Site Solèy, einem der schlimmsten Slums Haitis. Ihr Geld verdiente die mittlerweile 31-Jährige mit Prostitution. Ihr Mann hat sie verlassen nachdem sie von ihm ein Kind bekam. Das war bereits ihr viertes Kind. Die Väter der drei ersten Kinder waren allesamt Freier. Vielen Frauen in Haitis Slums geht es ähnlich, ihre einzige Überlebenschance ist die Prostitution, da ihre Eltern es sich nicht leisten konnten ihre Kinder zur Schule zu schicken und sie somit keine Ausbildung haben.

Mittlerweile wohnt Pierre Mylene mit ihren Kindern bei ihrer Schwester, die ein kleines Häusschen in Site Solèy besitzt. Dort kann sie auch die Nähmaschine nutzen, die sie nutzt, um der Prostitution zu entfliehen. LESPWA e.V. gab Pierre Mylene Stoffe, Garn und Schneidereizubehör, damit sie sich eine Existenz als Schneiderin aufbauen kann.

Frank Dohmas

Pierre Mylene arbeitete seit ihrem 14. Lebensjahr als Prostituierte in Site Soley

Alle Fotos der Serie von Frank Domahs gibt es in seiner Online Galerie auf photocircle.net zu sehen. Mit dem Kauf eines seiner Bilder unterstützt Du das Projekt “Hoffnung für Haitis Slumkinder” von LESPWA e.V.. Ziel des Projektes ist 600 Kindergartenkindern einen Tag aus dem Slum in die Natur zu bringen, um Ihnen zu zeigen, dass es ein anderes Leben gibt, für das es sich lohnt in die Schule zu gehen, um eine bessere Bildung zu bekommen. Viele der Kinder werden so das erste Mal in ihrem Leben sauberes Wasser, grüne Wiesen und gesunde Tiere sehen.

Das Arirang Festival dokumentiert von Eric Lafforgue

Das Arirang Festival findet jedes Jahr aufs Neue in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang statt. Über das Festival schreibt der Nordkorea-Reisedienst: “Eröffnungsfeiern zu Olympischen Spielen oder Fußballweltmeisterschaften wirken dagegen wie lokale Kleinkunst.” Propaganda der kommunistischen Führung? Die Bilder von Eric Lafforgue sind jedenfalls sehr beeindruckend und lassen die Dimensionen dieses Spektakels erahnen. 

Fotokunst Eric Lafforgue

Der französischen Fotograf Eric Lafforgue ist sechs mal mit einem Touristenvisum nach Nord Korea eingereist, erzählte er in einem Spiegel Interview. Durch seine zum Teil auch äußerst kritischen Aufnahmen, verweigern ihm die Behörden mittlerweile jedoch, erneut das Land zu besuchen. Seine neuesten Bilder sind von einer seiner letzen Reisen nach Nordkorea, dem Land, das sich so sehr von dem Rest der Welt abschottet. In Pjöngjang besuchte er das jährliche Arirang Festival, eines der größten Massenveranstaltungen weltweit.

Fotokunst Eric Lafforgue

Das Festival, das von August bis Oktober dauert, wird seit 2002 (das Jahr 90 des koreanischen Chuch’e Kalenders) jedes Jahr im Rŭngnado-May-Day-Stadion in Pjöngjang gefeiert. Gezeigt wird die Geschichte der Republik, die die Heldentaten Kim Jong-ils und Kim Il-sungs preist. Das Massenspektakel vereint Tanz und Gymnastik, extravagante Choreografien und natürlich – wie soll es auch anders sein- Propaganda. Hier wird wiedergegeben wie weit es das koreanische Volk trotz Rückschlägen, Krieg und anderen Hürden zu dem wurde, was es heute ist. Kurz gesagt: Hier wird die Geschichte Nordkoreas aus nordkoreanischer Sicht gezeigt.

Fotokunst Eric Lafforgue

Auf der Rasenfläche der Arena wird die gymnastische und tänzerische Choreografie vorgeführt, während dahinter Schilder hochgehalten werden, die die Tribüne in eine lebende Groß-Leinwand verwandelt und die Szenen mit bunten Bildern untermalen. Dadurch treten über 100.000 Koreaner bei der Veranstaltung auf, darunter 30.000 Schulkinder.

Eric Lafforgue Fotokunst

Die Motive des Arirang Festivals wirken aufgrund der kräftigen Farben besonders gut auf unseren Acrylglasbildern. Weitere spannende und eindrucksvolle Bilder findest du in Eric Lafforgues Online Galerie auf photocircle.net. Mit dem Verkauf seiner Bilder auf Photocircle unterstützt Eric Lafforgue u.a. Entwicklungsprojekte in Myanmar,  Nepal und Bangladesch. 

Fotokunst Eric Lafforgue

Fotokunst Eric Lafforgue

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