Photocircle Blog

News

Posts Tagged ‘fotografie’

Sounds from Ghana

Sounds of Ghana ist ein multimediales Projekt, dass von Sublime World Productions durchgeführt wird. 2010 begann ein Team von ghanaischen und europäischen Filmemachern und Fotografen eine Reise durch alle 10 Regionen Ghanas um die verschiedenen traditionellen Musikstile kennen zu lernen und zu dokumentieren. Entstanden sind ein Dokumentarfilm und eine Fotoausstellung, die nun nacheinander in Accra, Madrid und Berlin präsentiert werden.

 

“Bila” dancer - Kumbungu village, Northern Region  von Lucía Arias Ballesteros

 

In dem Dokumentarfilm geht es neben dem Kennenlernen der Musikstile vor allem um die Rolle der Musik in der Gesellschaft, wie sie dokumentiert ist, wie sie es bis ins 21. Jahrhundert überlebt hat und von Generation zu Generation weitergegeben wurde.

 

Chief & his grandson of the village Kumbungu, Northern Region von Lucía Arias Ballesteros

 

Am 07.09 kommt wurde die Fotoausstellung mit einer Vorführung des Dokumentarfilms und anschließender Livemusik und Cocktailbar im Afrika Haus Berlin eröffnet.

 

“Sounds from Ghana will certainly make its audience fall in love with the country’s colours, sounds and vibrations, but mostly … with its musical treasures and its people” – Prof. Dr. Isaac Richard Amuah, Director of the Department of Music at the University of Cape Coast

 

Die Bilder der Fotografin Lucía Arias Ballesteros sind auf Photocircle.net erhältlich und unterstützen den Wiederaufbau von Seminar- und Ausstellungsräumen in Accras Zentrum der Bokoor African Popular Music Archives Foundation (BAPMAF). 

 

Marie Prophet, portraitiert von Frank Domahs

Seit einer Woche unterstützten wir ein neues Projekt in Haiti. Der Fotograf Frank Domahs hat die Arbeit von Frau Dr. Höfler von LESPWA e.V., unserem neuen Projektpartner, mit seinen eindrucksvollen Portraitaufnahmen dokumentiert. Zu den meisten seiner Bilder erzählt er uns die traurigen Lebensgeschichten, der portraitierten Menschen, die aber auch häufig ein wenig Hoffnung in sich tragen.

Frank Domahs - Portraitfotografie für Haiti

Marie Prophet aus Port Au Prince ist 58 Jahre alt und hat sechs eigene Kinder. Ihr Ehemann verließ sie, als sie mit dem sechsten Kind schwanger war. Sie bekam keinerlei Unterstützung mehr von ihm.

Eine ihrer Töchter starb und hinterließ ein drei- und sechsjähriges Kind. Um ihre beiden Enkel kümmert sich nun Marie. Durch die finanzielle Unterstützung von LESPWA e.V. konnte Marie einen Kleinhandel eröffnen. Seitdem verdient sie ihren Lebensunterhalt für sich und fünf im Haushalt befindliche Kinder durch den Straßenverkauf von Broten mit Mamba (Erdnusspaste) und Kaffee. Ihr Handel floriert.

Zwei Tage, nachdem ich dieses Foto aufnahm, raubten vier bewaffnete Gangster alles, was sich Marie für ihren Kleinhandel angeschafft hatte: den Behälter für den Kaffee, die Kasab Brote, die selbst hergestellte Erdnusspaste, Alubecher, die große Trageschüssel, usw. Sie prügelten so lange auf Marie und die Kinder ein, bis sie ihnen auch das Ersparte aus dem Versteck in der Hütte gab. Wie Marie erging es auch zwei Nachbarinnen. Die Gangster hatten wohl gesehen, dass wir sie besucht hatten und sie fotografierten. Die drei verzweifelten Frauen bekamen ein zweites Mal Geld von Dr. Barbara Höfler / LESPWA und beginnen nun von vorne.

LESPWA Hoffnung für Straßenkinder in Haiti

Wir haben einen neuen Projektpartner: Ab heute unterstützen wir LESPWA – Hoffnung für Kinder in Haiti e.V., ein Projekt, das kleinen Kindern aus den Slums von Port Au Prince eine Perspektive zeigt. Auf das Projekt aufmerksam gemacht wurden wir von unserem neuen Fotografen Frank Domahs, der die Slumbewohner mit seinen beeindruckenden Fotoarbeiten unterstützt. 

Photocircle LESPWA

LESPWA e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich um die medizinische Versorgung von Straßenkindern einer der schlimmsten Slums der Welt kümmert. Zwischen 200.000 und 400.000 Menschen leben hier auf 5 qkm ohne Kanalisation, Polizei und Elektrizität inmitten von Gewalt und Bandenkriminalität. Etwa 90% der hier lebenden Menschen sind arbeitslos und leben nur von den riesigen Müllhalden.

So ein Elend ist nur schwer vorstellbar

Wie so oft muss man Elend erst mit eigenen Augen gesehen haben, um es richtig zu verstehen und aus diesem fernen Nachrichtenthema etwas zu machen, das einen persönlich derart nahegeht, dass man sein komplettes Leben umstellt. Nach einem Besuch in Haiti war Frau Dr. Barbara Höfler so tief berührt, dass sie beschloss sich für ein Jahr in die Elendsviertel von Port Au Prince zu begeben, um den Menschen dort mit ihren Kenntnissen und Mitteln zu helfen. Aus dem geplanten Jahr sind inzwischen 15 geworden.

Photocircle, Frank Domahs

Seit 2001 gibt es die Hilfsorganisation LESPWA e.V., die Barbara Höfler ihn ihren Bemühungen unterstützt. Nach wie vor unternimmt sie vor Ort alles dafür, dass die Kinder in den Slums eine medizinische Grundversorgung erhalten und in die Schule gehen können, um später einmal eine Ausbildung anzufangen.

Die Mieten für die einfachsten Wellblechhütten und die allgemeinen Lebenskosten für Menschen, die von dem schweren Erdbeben von 2010 betroffen waren, sind teilweise so hoch, dass viele Kinder und junge Mütter (die größtenteils selbst noch Kinder sind) auf den dreckigen Straßen der Slums leben.

Frank Domahs, Photocircle

LESPWA wird komplett von ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt

LESPWA setzt dort an wo andere nicht mehr weiter wissen: Dank dem persönlichen Engagement der allesamt ehrenamtlichen Helfer ist es möglich gewesen, vier der zerstörten Schulen in den Elendsvierteln wieder aufzubauen, so dass mittlerweile 15.000 der vormals 20.000 Schüler wieder einen Zugang zu Bildung erhalten.

Frau Dr. Höfler fährt mehrmals die Woche durch die Slums. Mit einem eigens umgebauten Pick-Up Truck, der als mobile Klinik fungiert, versorgt sie verletzte und kranke Kinder und Eltern.Wegen dieses außerordentlichen Engagements wurde Frau Dr. Höfler am 4. September 2012 das Verdienstkreuz erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

OPEPB Haiti Photocircle

Unterstütze LESPWA mit den Fotografien von Frank Domahs auf Photocircle

Unser Fotograf Frank Domahs hat die Arbeit von Frau Dr. Höfler und das Leben in Port Au Prince mit seinen beeindruckenden Aufnahmen dokumentiert. Seine Bilder kannst Du jetzt exklusiv auf Photocircle als hochwertige Kunstdrucke bestellen. Du unterstützt damit LESPWA e.V. Kindergartenkindern der Slums ein Stück Hoffnung in ihr Leben zu bringen.

Über den Verkauf möchten wir 600 Kindern ermöglichen für einen Tag zu einer sauberen Quelle außerhalb der Stadt zu fahren, um Wiesen, Natur und Tiere zu sehen. Die meisten der Kinder haben noch nie etwas anderes als den Slum gesehen und können sich schwer vorstellen, dass es ein besseres und erstrebenswerteres Leben gibt. LESPWA e.V. versucht den Kindern so die nötige Motivation zu geben aus eigener Kraft aus der Misere herauszufinden, lesen und schreiben zu lernen, um später einmal einen Beruf ausüben zu können.

LESPWA bietet Straßenkindern eine Perspektive und zeigt ihnen, dass es mit eigener Kraft, mit Ambition und Motivation möglich ist, aus dem Elend der Slums zu entkommen oder sich zumindest ein menschenwürdiges Leben aufzubauen.

Mehr Bilder und Geschichten zu den Portraits gibt es in Frank Domahs Online Galerie auf Photocircle. Wenn Du LESPWAS Arbeit direkt unterstützen möchtest, kannst Du das auf der LESPWA Homepage tun. Nähere Informationen zu unserem gemeinsamen Projekt findest Du auf unserer Projektseite.

Kevin Russ – On the Road, Musik: Graham Candy (NZ)

Beeindruckende Ebenen, tiefe Schluchten, Nebelige Wälder und Imposante Tieraufnahmen. Die atemberaubenden Bilder des Vollzeit Reisenden Fotografen Kevin Russ (USA) nehmen den Betrachter mit auf eine Reise durch die Natur des amerikanischen Westens.

Street Bison

Wir freuen uns die Ausstellung „On the road“ des freiheitsliebenden Fotografen Kevin Russ vorzustellen. Russ Aufnahmen sind während eines einjährigen Roadtrips durch den Westen Amerikas entstanden. Die Ausstellung wird im Haus am See, direkt am Rosenthaler Platz in Berlin Mitte, vom 4. bis 24. September 2013 stattfinden. Am Mittwoch, den 4. September, ist die Vernissage mit einem Live Konzert des neuseeländischen Singer-Songwriters Graham Candy.

Nach mehreren Jahren als Portraitfotograf in Portland (USA) fühlte sich Kevin Russ ausgebrannt und entschied sich mit seinem Auto und seiner Kamera für ein Jahr durch den wilden Westen Amerikas zu reisen. Während der Zeit schlief er in seinem Auto, fotografierte neben beeindruckenden Landschaften auch wild lebende Tiere (meistens mit seinem iPhone) und schafft es, mit seinen Bildern das Gefühl von roher, unberührter und wunderschöner Natur herüberzubringen. Russ wurde als „full time traveler und explorer“ bekannt und hat mittlerweile eine große Fanbase im Internet (60.000 Follower auf Instagram).

Kevin Russ verkauft eine Auswahl seiner Bilder auf Photocircle, einer in Berlin ansässigen Online Fine Art Fotoplattform. Mit jedem Verkauf unterstützt er mit 60% seines Erlöses soziale Projekte in Haiti, Kolumbien oder Brasilien.

Graham Candy

Der Singer/Songwriter aus Neuseeland wird in seiner Heimat Neuseeland in Fachkreisen bereits als musikalischer Rohdiamant gehandelt. Mit dieser Stimme ist das auch kein Wunder. Erstmalig auf einer Bühne in Berlin wird Graham Candy eine Mischung aus eigenen Songs und Coverversionen zum Besten geben. Gänsehautmomente sind garantiert! 

Weitere Bilder von Kevin Russ:

Horse Friends

Young Buck

Sunrise Forest

In einer anderen Zeit

In diesem Beitrag erzählt uns die Berliner Fotografin Aurica Voss die Geschichte zu Ihrem Bild “In einer anderen Zeit”. 

Als Fotografin empfinde ich einzelne Szenen in Städten als Inszenierungen der Gesellschaften und des Lebens, die oftmals in sich den Widerspruch tragen, unbewusst entstanden zu sein. Dieser Widerspruch ist es, der mich fasziniert und den ich  – auch meist unbewusst – mit meiner Fotografie ausdrücken möchte.

Mein Foto “In einer anderen Zeit” ist eine Momentaufnahme einer vom Zufall kreiierten Inszenierung und beinhaltet eine Geschichte, die eigentlich niemand besser erzählen kann als das Bild selbst.

Im Frühjahr 2011 reiste ich mit zwei Freunden durch Kuba. In Cienfuegos verbrachten wir zwei Tage, in denen wir zu Fuß die Stadt erkundeten. Cienfuegos ist eine wunderschöne, alte Stadt, in der jede Häuserfassade eine Geschichte zu erzählen scheint. Auch hier, wie fast überall in Kuba, wo eine Häuserwand oder eine Mauer steht, sind noch die Spuren der politischen Vergangenheit Kubas sichtbar und lösen zwiespältige Gefühle aus.

Oft habe ich mich bei unseren Streifzügen gefragt, ob die Menschen in den Häusern, auf denen die Abbilder einstiger Helden zusammen mit dem Putz abbröckeln, sich noch mit diesen verbunden fühlen oder ob sie sie gar nicht mehr wahrnehmen, so wie etwas aus unserer bewussten Wahrnehmung zu verschwinden scheint, das immer da ist.

Die Szene auf meinem Foto ist für mich ein Sinnbild für diese Frage und für einen Teil der Antwort darauf, die ich in Gesprächen mit Einheimischen gefunden habe. Das Foto ist in einer Straße am Hafen entstanden. Das Bildnis ist zwar noch nicht so verblichen wie viele andere in dem selben Wohnviertel, aber es ist versteckt hinter dem Vorhang des Alltags.

Das Bild “In einer anderen Zeit” sowie eine Auswahl aus dem Portfolio der Fotografin könnt Ihr auf Photocircle kaufen. Aurica Voss verzichtet auf 50% ihres Verdienstes zugunsten sozialer Projekte in der Region. 

Fotowettbewerb – Gewinne eine CANON EOS M

Unser Facebook Fotowettbewerb hat am 05. Mai begonnen und läuft noch bis zum 19. Juni. Zu gewinnen gibt es tolle Preise!

Photocircle Foto-Wettbewerb

Als Thema haben wir “Landschaftsfotografie” gewählt. Teilnehmen kann bei diesem Wettbewerb jeder. Besucht einfach unsere Facebook Seite und ladet Euer bestes Landschaftsbild hoch. Teilt Euren Beitrag mit Euren Netzwerk und sammelt kräftig Stimmen, den es lohnt sich…

Wir sind sehr froh und dankbar, dass CANON diesen Wettbewerb sponsort und als Hauptgewinn eine brandneue CANON EOS M zur Verfügung stellt.

Vom 2. bis zum 10. Platz vergeben wir tolle Geschenkgutscheine, die Ihr für unsere Foto-Leinwände, Acrylglasbilder oder Alu Dibonds nutzen könnt. Hier noch einmal alle Preise im Überblick:

1. Preis: Eine brandneue CANON EOS M (UVP 499 €)

2. Preis: 50 € Photocircle Geschenkgutschein

3. Preis: 25 € Photocircle Geschenkgutschein

4. – 10. Preis: 10 € Photocircle Geschenkgutschein

Wir freuen uns über Deine Teilnahme. Viel Erfolg und einen sonnigen Montag!

Die Schönheit der Welt in ihren Details

Aurica Voss ist seit einem Monat mit einer Auswahl aus ihrem Portfolio bei Photocircle vertreten. Heute erzählt uns die Berlinerin von ihrer Leidenschaft und Motivation als Fotografin. Viel Spaß mit unserem Blog Portrait…

Pacific Highway von Aurica Voss

Pacific Highway von Aurica Voss

Ein paar Worte zu Aurica Voss…

Ich lebe, wo ich vor 34 Jahren geboren wurde: in Berlin. Fotografie interessiert und fasziniert mich seit meiner frühen Kindheit. Mein Vater hatte seine analoge Spiegelreflexkamera auf jeder Reise dabei, und zuhause gab es regelmäßig Diashows.

Meine Leidenschaft fürs Fotografieren hat auch viel mit meiner Liebe zum Film zu tun. Die Ästhetik der Filme, die mich begeistert und geprägt haben, hat sicher einen großen Einfluss auf meine Art zu fotografieren, und andersherum sprechen mich immer noch die Filme am meisten an, in denen ich die Art von Aufnahmen wiederfinde, die mich zum Fotografieren bewegen, die mein Herz als Fotografin berühren. Jüngstes Beispiel ist der Film „Cheyenne“ von Paolo Sorrentino.

Reisen in alle Teile der Welt mache ich nicht weniger gern als Fotos, und die Kombination von beidem bedeutet für mich Erfüllung.

California von Aurica Voss

California von Aurica Voss

Ein Ziel, das du als Fotograf erreichen möchtest …

In meinen Bildern möchte die Schönheit der Welt in ihren Details zeigen. Ich möchte die Bestandteile der Welt, des Lebens und der Menschen zeigen.

Mich fasziniert, wie sich die Welt und Gesellschaften und die Natur selbst inszenieren, ohne dass in dieser Inszenierung eine unmittelbare Absicht zum Ausdruck kommt. Diese Selbstinszenierung ist nicht das Ergebnis eines bestimmten Konzeptes, sondern über Tausende von Jahren entstanden und immer in Veränderung begriffen, ohne je die Patina einer ihr innewohnenden „Seele“ zu verlieren.

Diese Seele ist es, die ich in allen Teilen der Welt, in denen ich bisher war, immer aufs Neue wiederfinde, und die mich als Fotografin verzaubert – das ist dann der Moment, in dem ich die Kamera auslöse.

Untitled von Aurica Voss

Untitled von Aurica Voss

Was ist dir wichtig, wenn du fotografierst?

Das „perfekte“ Licht und Spontanität sind für mich essentiell, wenn ich fotografiere.

Das Motiv muss in dem Moment, in dem ich es sehe, ein ganz bestimmtes Gefühl auslösen. Es muss eine Art Wiedererkennung bewirken, obwohl ich es noch nie zuvor gesehen habe. Der Moment, in dem ich weiß, dass ich fotografieren muss, was ich sehe, ist der Moment in dem die Seele des Gesehenen mich berührt hat.

Welche Fotografen bewunderst du?

  • Annie Leibovitz
  • Henri Cartier-Bresson
  • Vivien Mayer
  • Walker Evans
  • Anton Corbijn
  • Paolo Pellegrin

Deine erste Kamera

Eine Canon EOS 5000

Womit fotografierst du heute?

Mit einer Olympus PEN E-P1 und einer Olympus XZ-1

Was zeichnet einen guten Fotografen aus?

Originalität, Intensivität, Auslösen einer unbekannten Sehnsucht, Sinn für Ästhetik

On The Road von Aurica Voss

On The Road von Aurica Voss

Zusammenkommen – Die Geschichte hinter dem Bild

Über die Landschaftsfotografie kam der in den bayerischen Bergen geborene Fotograf Steffen Rothammel schnell zu seiner eigentlichen Leidenschaft. Szenen.

“Szenen des Lebens beschreiben einzelne nicht mehr wiederkehrende Momente. Es sind einmalige Ereignisse die nicht reproduzierbar sind. Ich versuche eine kleine Geschichte als Startschuss mit der Hilfe der Bildaufteilung zu erzeugen, aber dennoch  genügend Freiraum für die individuelle Interpretation des Betrachters zu lassen. Einzelne kleine Details können Bildern Emotion und Ausrichtung geben” – Steffen Rothammel.

Zusammenkommen - Fotokunst von Steffen Rothammel

Das Foto “Zusammenkommen” wurde in der National Geographic prämiert. Es zeigt eine Straßenszene in Cuba. Steffen Rothammel beschreibt die Bildentstehung wie folgt:

“Auf einer Reise durch Kuba gelang mir in der kleinen Stadt Vinales diese Strassenszene. Immer auf der Suche nach Begebenheiten fiel mir zuerst die Frau mit ihrem blauen Stirnband auf wie sie vor der blau gestrichenen Wand stand. Da die Menschen in Kuba Zeit haben, bzw. sich Zeit nehmen, dauerte diese Begrüßung ein wenig länger, was mir Zeit ein Foto zu machen. Das Kinderfahrrad sollte dem Bild den Rahmen geben.”

“Durch die Strassenfotografie lernt man die jeweilige Kultur des Landes schneller kennen, was ein weiterer Reiz dieser Art von Fotografie ist. Auf Menschen zu zu gehen, mit ihnen ein Gespräch zu beginnen und die Begegnung mit einer Aufnahme der Situation abzuschließen ist eine ganz persönliche Art der Arbeit. Bei meinen Reisen durch die verschiedensten Teile der Erde trifft man auf die unterschiedlichsten Kulturen. Und jede ist für sich Teil der Landschaft und Geschichte in der sie entstanden ist. Mir ist es ein persönliches Anliegen, Vorurteile und Grenzen zu sprengen. Jede Kultur, jede Lebensart kann die jeweils andere bereichern. Ich versuche diesen Austausch der Kulturen mit meinen Bilder zu unterstützen”

Uns gefällt diese Sichtweise.

Eine Auswahl aus dem Portfolio von Steffen Rothammel findet Ihr in unserer Galerie auf Photocircle. Mit dem Kauf seiner Bilder auf Photocircle könnt Ihr unter anderem unser Projekt in Haiti unterstützen.

Biographische Spuren

Auf dem Bauch trägt er eine große Narbe. Sie erinnert ihn an eine Episode seines Lebens, die er auf einer Intensivstation in Rio verbrachte. Die Rede ist von dem Fotografen dieses Bildes – Andreas Weiser. Es war eine harte und doch lebenswichtige Zeit, wie er sagt. Zehn Jahre später läuft ihm in einem kleinen brasilianischen Fischerdorf auf der Insel Boipeba ein Mann mit ähnlicher Narbe über den Weg. Er kann er sich die Nachfrage nicht verkneifen und ist gerührt von der Offenheit des Mannes.

Andreas Weiser - Der Lauf der Welt...

Der ehemalige Fischer verschwindet kurz in seinem kleinen Häuschen. Als er zurückkommt, trägt er eine Handvoll Steine bei sich. Gallensteine, die für die Narbe auf seinem Bauch verantwortlich sind und die nun zum Ausgangspunkt eines Gesprächs über die eigene Biografie und auch über die Geschichte des kleinen Dorfes werden.

Boipeba, vor 20 Jahren noch ein Fischdörfchen im Dornröschenschlaf, entwickelt sich immer schneller zu einem Touristenmagneten, wenn auch mit ökologischem Anstrich. Viele der aus Europa und den Megametropolen Brasiliens zugezogenen Hotelbesitzer haben sich zusammen mit den Dorfbewohnern zu einer kleinen Organisation zusammengeschlossen. Gemeinsam möchten sie die ökologischen und sozialen Folgen des Tourismus auf einem erträglichen Niveau halten.

Für den ehemaligen Fischer ist die Geschwindigkeit mit der sich sein Heimatdorf verändert, kaum nachzuvollziehen. Es erscheint es ihm immer noch wie ein Wunder, sich per Telefon unmittelbar mit jemandem unterhalten zu können, der am anderen Ende der Insel lebt. Unfassbar die Vorstellung, in den stählernen Kolossen, die hoch über ihm Kondensstreifen auf den tiefblauen baianischen Himmel zeichnen, säßen Menschen, die von einem Ort zum anderen reisten.

Während des Gesprächs macht Andreas Weiser diese Aufnahmen. Zu sehen ist die Narbe, die beide verbindet, sogar die Gallensteine darf er fotografieren.

Andreas Weiser - Der Lauf der Welt...

Vier Jahre später, im April 2012, kehrt er zurück um weitere Bilder zu machen. Er stellt fest, wie rasch der Fischer gealtert ist. In den Furchen meint der Fotograf die Zeichen eines Lebens in Armut zu lesen.

Der Wandel Boipebas hat seine Spuren auch in der Lebenswelt des ehemaligen Fischers hinterlassen. Statt seine Netze auszuwerfen verkauft er heute Korbflechtereien an Touristen und versucht sich so über Wasser zu halten. Seitdem Gasvorkommen vor der Küste ausgebeutet werden lohnt sich die Fischerei nicht mehr. Die Fische bleiben weg. Stattdessen kommen die Touristen. “Der Lauf der Welt”, seufzt der Fotograf. Alternativlos ist dieser Lauf jedoch nicht und so hoffen wir, ihm gemeinsam mit Andreas Weiser eine humanere und sozial gerechtere Richtung geben zu können.

Andreas Weiser - Der Lauf der Welt...

Fotokunst von Andreas Weiser - Der Lauf der Zeit...

Kumbh Mela in Allahabad 2013 – religiöse Rituale in Indien

Die deutsche Fotogtafin Victoria Knobloch traf den indischen Fotografen Jagdev Singh zufällig auf ihrer Reise nach Indien im Jahr 2011. Im Gespräch realisierten sie schnell, dass sie ähnliche fotografische Ansätze haben und entschlossen somit gemeinsam eine Fotoserie über New Delhi/Indien durchzuführen. Sie wollten das Lebensgefühl der Stadt widerspiegeln, aber vor allem interessierten sie sich für die sozialen Phänomene wie Armut, Hunger, Müll und die allgemeine Verzweiflung die in den großen indische Metropolen recht häufig aufzufinden ist.

Victoria Knobloch - Fotokunst aus Indien

Victoria Knobloch

Jagdev Singh

Jagdev Singh

40% aller Inder leben unter der Armutsgrenze und nur wenige leben auch in Delhi in wirklich menschenwürdigen Verhältnissen. Nicht wirklich ein Paradies also, trotzdem zieht es jedes Jahr massenweise Menschen vom Land in die Stadt mit der großen Hoffnung auf ein besseres Leben. Aber wie real sind diese Hoffnungen? Delhi ist eine sehr chaotische, laute, schmutzige und turbulente Stadt. Man wird nahezu überwältigt von den Menschenmassen,dem ungeregelten Verkehr, dem Schmutz und der Armut. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in Slums. Inadequate Lebensbedingungen, schlechte sanitäre Anlagen und mangelnde saubere Wasserversorgung sind der Normalfall. Bettler und vor allem auch bettelnde Kinder sieht man an jeder Strassenecke.

Jagdev Singh

Jagdev Singh

Jagdev Singh

Jagdev Singh

Victoria Knobloch

Victoria Knobloch

Im Februar 2013 werden die beiden Fotografen die Fotodokumentation: „Kumbh Mela in Allahabad 2013 – religiöse Rituale in Indien“ durchführen. Die Fotodokumentation thematisiert die traditionelle religiöse Praxis der Hindus. Es werden zwischen dem 27.1.2013 und 25.2.2013 bis zu 75 Millionen Gläubige Hindus erwartet. Es soll ein Zeitdokument dieses bedeutenden religiösen Festes entstehen, dass auch die Spannung zwischen Tradition und Modernisierung in Indien zu beleuchten sucht. Auf künstlerisch erzählende Weise lädt die Dokumentation ein, in die religiösen Rituale und Bräuche einzutauchen, die gelebte Religiosität in ihrer Dynamik und Kraft sichtbar zu machen. Mit zu erstellendem Textmaterial, eventuell auch Interviews, wird das Gezeigte ergänzt. Die Fotodokumentation will den Facettenreichtum und die seit über 1300 Jahren gelebte religiöse Praxis einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen.

Victoria Knobloch

Victoria Knobloch

Bei Interesse an Publikation, Ausstellung, bzw. finanzieller Unterstützung bitte E-Mail an: victoria_knobloch@web.de

Victoria Knobloch (www.victoria-knobloch.de) lebt und arbeitet freischaffend in Leipzig und investiert viel Zeit in eigene Projekte. Im Mittelpunkt ihrer fotografischen Arbeit steht sowohl die Porträtfotografie als auch die Dokumentarfotografie. Zu ihren bevorzugten Themen zählen die Straßenfotografie und Fotoreportagen mit sozialem und ökologischem Ansatz. 2012 war sie in der  Endauswahl des rennomierten “Henri Nannen Preis”. Neben der Fotografie arbeitet sie als klassische Sängerin.

Jagdev Singh (www.jagdev-singh.in) ist ein freischaffender Fotograf aus New Delhi, Indien. Auch er ist hauptsächlich als Strassenfotograf unterwegs und mit seinen Fotografien beleuchtet er die unterschiedlichsten Facetten des Lebens. Derzeit pubiliziert und stellt er vorwiegend in Indien aus.

Beide Fotografen verkaufen auch eine Auswahl Ihrer Werke auf Photocircle. Wenn Ihr die Fotokunst dieser tollen Fotografen hinter Acrylglas, auf Alu Dibond oder Leinwand bestellen möchtet, besucht die Galerien von Victoria Knobloch und Jagdev Singh.

← Before