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Grundschulbildung für Mädchen in Bangladesch

Nicht überall ist es so einfach an Bildung zu kommen wie bei uns. In Bangladesch gehen über drei Millionen Kinder nicht zur Schule, meistens die aus den ärmsten Familien.

Netz e.V. Schule in Bangladesch

Foto: Netz e.V.

In Bangladesch fehlt es oft schlicht das Geld für die Schulgebühren zu zahlen. Besonders Mädchen sind von dieser Armut betroffen, da die Familien oft weniger Wert auf deren Bildung legen als auf die der Söhne. Doch Bildung ist die Voraussetzung eine fair bezahlte Arbeit zu finden. Nur wer lesen, schreiben und rechnen kann, hat eine echte Chance einen gut bezahlten Beruf zu ergattern und eine gute Grundlage für ein menschenwürdiges Leben für sich und seine Familie zu legen.

Mit Eurer Hilfe konnten wir nun fünf weiteren Mädchen den Gang zur Grundschule ermöglichen und ihnen somit einen Grundstein für ein gutes Leben legen.

Netz e.V. Schule in Bangladesch

Foto: Netz e.V.

Das Projekt von Netz gründet Schulen für indigene Minderheiten und für Kinder der von Armut betroffenen Familien auf den Schwemmland-Inseln im Norden des Landes. In der Schule werden die Kinder in der sie in Bengalisch, Englisch, Mathematik, Sach- bzw. Sozialkunde und Kultur unterrichtet. Netz legt besonderen Wert auf die Schulung der Lehrkräfte und ist bemüht diesen kindgerechte Lehrmethoden beizubringen.

Weitere Details zum Projekt findest Du auf unserer Webseite

Boris Buschardt – Warum man an seinen Träumen festhalten sollte

Mit Boris Buschardt haben wir einen Fotografen bei Photocircle, der uns immer wieder Fernweh beschert und unsere Reiselust weckt. Seine Bilder zeigen Naturgewalten, fantastische Farben und außergewöhnliche Orte, die einem  Fotografen alles abzuverlangen scheinen. In unserem Interview erzählt er uns von Knochenbrüchen und gefrorenen Fingern.

Gasaldur | Fotokunst von Boris Buschardt

Wer ist denn eigentlich Boris Buschardt?

Hauptberuflich arbeite ich als Ingenieur in der Automobilindustrie. Geboren und aufgewachsen bin ich in Berlin, lebe jetzt aber schon seit 13 Jahren in Bayern. Zum Fotografieren bin ich über das Reisen gekommen. Mit 17 habe ich eine 2-monatige USA-Rundreise unternommen, die ich mit meiner Kamera dokumentiert habe. Hinterher habe ich dann einige Diavorträge gehalten für die ich viele positive Rückmeldungen bekommen habe. Dies war dann Ansporn für mich, viele weitere Teile der Erde mit meiner Kamera zu bereisen.

Was zeichnet einen guten Fotografen aus?

1. Geduld und Ausdauer. In der Landschaftsfotografie kann es z.B. notwendig sein tagelang auf besseres Licht oder Wetter zu warten oder auch mal das Abendessen ausfallen zu lassen für die Chance auf ein gutes Foto.

2. Erfahrung. Ein guter Fotograf weiß was ein gutes Bild auszeichnet. Er kennt die wichtigsten Regeln zur Bildgestaltung. Er erkennt Strukturen und Muster im Chaos. Und er kann seine Ausrüstung intuitiv bedienen.

3. Offenheit für Neues. Ein guter Fotograf muss auch mal anders denken, anders sehen, neue Dinge ausprobieren. Er sollte zwar die Regeln zur Bildgestaltung kennen, muss aber auch bereit sein, sie über Bord zu werfen, wenn es nötig ist.

Reserva Nacional Cerro Castillo | Fotokunst von Boris Buschardt

Was möchtest du als Fotograf erreichen?

Durch meine Aufnahmen möchte ich den Menschen die Schönheit der Natur auf unserem Planeten näher bringen und damit vielleicht auch ein Stück weit zu  ihrem Erhalt und Schutz beitragen. Ansonsten strebe ich nach möglichst klaren Bildkompositionen und habe den Anspruch mich permanent weiter zu entwickeln.

Dein Lieblingsland zum Fotografieren und warum?

Darf ich drei nennen? Patagonien, Tasmanien und Island. Alle drei zeichnet eine ursprüngliche, wilde und extrem abwechslungsreiche Naturlandschaft aus, die nur wenig vom Menschen verändert wurde.

Haifoss | Fotokunst von Boris Buschardt

Dein Lieblingsfotograf?

Im Bereich der Landschaftsfotografie gehören Verena und Georg Popp-Hackner aus Österreich zu meinen Lieblingsfotografen. Sie besuchen ähnliche Orte wie ich und nehmen sich viel Zeit für eine sehr sorgfältige Bildkomposition. Im Gegensatz zu mir arbeiten sie aber mit analogen Großformatkameras.

Deine erste Kamera? Und womit fotografierst du heute?

Meine erste richtige Kamera war eine Nikon F3 mit einem 50mm Normalobjektiv, die ich mir mit 16 gekauft habe.

Aktuell fotografiere ich mit einer Nikon D800E in Verbindung mit diversen Zeiss Objektiven.

Zu zwei seiner Bilder verriet uns Boris Buschardt diese außergewöhnlichen Entstehungsgeschichten:


“Silfra”
Silfra Fotokunst von Boris Buschardt

Die Bedingungen unter denen dieses Foto aufgenommen wurde, waren nicht ganz einfach. Die Wassertemperatur in der Silfra-Lagune beträgt ganzjährig 2°C, was selbst in einem dicken Neoprenanzug ziemlich schnell unangenehm werden kann. Um die Kamera gut bedienen zu können hatte ich mir relativ dünne Handschuhe angezogen, was leider keine gute Idee war. Nach einer halbe Stunde waren meine Finger so steif gefroren, dass ich sie kaum noch bewegen konnte. Darüber hinaus hat es noch den ganzen Tage stark gestürmt und geregnet.

Für Halb-Halb-Aufnahmen (eine Hälfte des Fotos ist unter Wasser und die andere über Wasser) ist es sehr wichtig das Glas vor dem Objektiv frei von Wassertropfen zu halten. Bei ruhigem Wasser in den Tropen ist das schon nicht ganz einfach, bei Sturm, Regen, Wellengang, 2°C Wassertemperatur und steif gefrorenen Fingern eine echte Herausforderung, auch für einen erfahrenen Naturfotografen. Ohne die schwierigen Wetterbedingungen (düsterer Himmel, Wellengang etc.)  wäre das Foto aber sicherlich nur halb so interessant. Der Aufwand hat sich also gelohnt und es gehört inzwischen zu meinen persönlichen Lieblingsbildern.

“Lofoten im Winter”

Lofoten im Winter von Boris Buschardt

Nachdem ich die Lofoten schon rund ein Dutzend mal im Sommer besucht hatte, wollte ich sie unbedingt auch mal im Winter besichtigen und fotografieren. Im März 2010 war es dann so weit. Ich bin nach Nordnorwegen geflogen, habe mir einen Mietwagen genommen und bin ich Richtung Lofoten aufgebrochen. Am ersten Abend wollte ich ein paar Landschaftsfotos von einem schönen Aussichtspunkt aus machen, dazu musste ich eine kleine Klettertour mit der Fotoausrüstung unternehmen.

Leider habe ich übersehen, dass ein Abschnitt des Felsens komplett mit einer dünnen Eisschicht überzogen war. Ich rutschte einige Meter  ab und brach mir das rechte Sprunggelenk. Ich bin dann zum Mietwagen zurück gehumpelt und dann mit gebrochenem Bein direkt ins Krankenhaus gefahren. Damit war der Traum von den Lofoten im Winter erst mal beendet. So leicht gebe ich meine Träume aber nicht auf. 2 Jahre später, nachdem die Titanplatten und Schrauben aus meinem Bein wieder raus waren, habe ich einen neuen Anlauf gemacht (und diesmal Steigeisen mitgenommen). Die Reise war ein voller Erfolg und einige meiner besten Landschaftsfotos sind auf dieser Winterreise entstanden. Es lohnt sich also an seinen Träumen festzuhalten.

Bei soviel Hingabe ist es kein Wunder, dass die Fotos von Boris Buschardt so gut gefallen. Wenn Du überlegst, Dir eines seiner Bilder zu bestellen, empfehlen wir aufgrund der kräftigen Farben seiner Fotos unsere Acrylglasbilder. Das Acrylglas gibt seinen Bildern eine besondere Tiefenwirkung und verstärkt die Wirkung der beeindruckenden Landschaftsaufnahmen. Boris Buschardts Portfolio auf Photocircle findest Du in seiner Galerie. Mit dem Verkauf unterstützt der Fotograf bei uns Entwicklungsprojekte weltweit. Wir bedanken uns für sein soziales Engagement! 

Afghan refugees portrayed by Rada Akbar

Our female Afghan photographer Rada Akbar portrayed Afghan children in a refugee camp in Kabul. In the eyes of these children we see hope but also great suffering and emptiness.

Chinar von Rada Akbar

Chinar, 6 years

Badrai von Rada Akbar

Badrai, 8 years

Mateen von Rada Akbar

Mateen, 15 years

Baseer von Rada Akbar

Baseer, 17 years

Zainab  von Rada Akbar

Zainab, 6 years

Atal von Rada Akbar

Atal, 8 years

Tibetan People von Stephan Opitz

Als der Geologe und Fotograf Stephan Opitz zu Forschungszwecken mehrere Monate in der Hochebene Tibets verbrachte entstanden u.a. diese beeindruckenden Portraits stolzer Tibeter.

Mit seinen Fotografien unterstützt Stephan Opitz die Arbeit von Plan Deutschland in Nepal. Mit dem Kauf seiner Bilder auf Photocircle setzt Du Dich für die Befreiung der Kamalari-Mädchen aus ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen ein. Mehr zum Projekt findest Du hier. Weitere Aufnahmen von Stephan Opitz findest Du in seiner Galerie. Wir finden, dass seine schwarz-weiß Aufnahmen besonders auf unserem matten Alu Dibond Fineart und unserem Fine Art Papier von Moab zur Geltung kommen.

Tibetan People, # 4 von Stephan Opitz Tibetan People, # 7 von Stephan Opitz

Tibetan People, # 5 von Stephan Opitz

Tibetan People, # 1

Tibetan People, # 2

Fotowettbewerb: Urban Mobile Photography

Wir starten unseren neuesten Fotowettbewerb: Fotokunst aus dem urbanen Raum mit dem Handy festgehalten.

Handy Fotografie bzw. Smartphone Fotografie ist mit dem Besserwerden der Handykameras in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Es gibt mittlerweile eine ganze Community inklusive professioneller Ausrüstung, Handbücher und eigener Fotografie Awards. Unser Fotograf Kevin Russ ist durch seine Bilder, die er mit einem iPhone aufnimmt, auf Instagram bekannt geworden. Vor kurzem hatten wir erst eine Ausstellung mit ihm, bei der spätestens für die letzten Skeptiker klar wurde, dass die Handyfotografie mittlerweile ein Bestandteil der professionellen Fotografie ist.

Photocircle Fotowettbewerb mit Olloclip Im Anschluss an diese Ausstellung starten wir nun einen Fotowettbewerb, der sich an alle Handyfotografen unter Euch richtet, oder aber auch an diejenigen, die in einem entscheidenden Moment gerade zufällig “nur” ihr Handy parat hatten. Das Thema ist “Urban Mobile Photography” und wir suchen nach Beiträgen, die den urbanen Raum mit einer Handykamera festhalten.

Passend zum Thema des Wettbewerbs gibt es auch tolle Preise zu gewinnen: Die vier Gewinner erhalten je ein hochwertiges Kameraobjektiv für das iPhone 4 oder 5 von Olloclip. Die Linsen lassen sich bequem auf die Handykamera setzen und liefern tolle Ergebnisse.

Die Preise:
Olloclip1. Preis:Eine Telefoto Linse von Olloclip (für iPhone 5) im Wert von 120€, einen Photocircle Geschenkgutschein über 25€ sowie ein Photocircle T-Shirt.

2.-4. Preis: Je eine 3-IN-ONE (Fisheye, Makro und Wide Angle) Photo Lens von Olloclip (für iPhone 4 oder 5) im Wert von 70€ und ein Photocircle Geschenkgutschein über 25€ sowie ein Photocircle T-Shirt.

5.-15. Preis: Je ein Photocircle Geschenkgutschein über 10€.

Hier gehts zum Wettbewerb. Photocircle und Olloclip wünschen viel Erfolg.

Pierre Mylene, portratiert von Frank Domahs

Der Fotograf Frank Domhas portraitierte viele Einzelschicksale in Site Solèy, einem der schlimmsten Slums in Haitis Hauptstadt Port au Prince. Er war mit der Hilfsorganisations LESPWA e.V. unterwegs, die medizinische Hilfe in einer der ärmsten und gefährlichsten Gegenden der Welt leistet. Wir stellten vor kurzem schon Marie Prophets Geschichte vor. Das heutige Portrait zeigt Pierre Mylene, eine Ex-Prostituierte aus Site Solèy.

Seit ihrem 14. Lebensjahr lebte Pierre Mylene auf der Straße in Site Solèy, einem der schlimmsten Slums Haitis. Ihr Geld verdiente die mittlerweile 31-Jährige mit Prostitution. Ihr Mann hat sie verlassen nachdem sie von ihm ein Kind bekam. Das war bereits ihr viertes Kind. Die Väter der drei ersten Kinder waren allesamt Freier. Vielen Frauen in Haitis Slums geht es ähnlich, ihre einzige Überlebenschance ist die Prostitution, da ihre Eltern es sich nicht leisten konnten ihre Kinder zur Schule zu schicken und sie somit keine Ausbildung haben.

Mittlerweile wohnt Pierre Mylene mit ihren Kindern bei ihrer Schwester, die ein kleines Häusschen in Site Solèy besitzt. Dort kann sie auch die Nähmaschine nutzen, die sie nutzt, um der Prostitution zu entfliehen. LESPWA e.V. gab Pierre Mylene Stoffe, Garn und Schneidereizubehör, damit sie sich eine Existenz als Schneiderin aufbauen kann.

Frank Dohmas

Pierre Mylene arbeitete seit ihrem 14. Lebensjahr als Prostituierte in Site Soley

Alle Fotos der Serie von Frank Domahs gibt es in seiner Online Galerie auf photocircle.net zu sehen. Mit dem Kauf eines seiner Bilder unterstützt Du das Projekt “Hoffnung für Haitis Slumkinder” von LESPWA e.V.. Ziel des Projektes ist 600 Kindergartenkindern einen Tag aus dem Slum in die Natur zu bringen, um Ihnen zu zeigen, dass es ein anderes Leben gibt, für das es sich lohnt in die Schule zu gehen, um eine bessere Bildung zu bekommen. Viele der Kinder werden so das erste Mal in ihrem Leben sauberes Wasser, grüne Wiesen und gesunde Tiere sehen.

Photocircle – wie alles begann

Heute erzählen wir Euch wie alles begann und zeigen ein paar exklusive Archivbilder aus unseren Anfangstagen.

Die Idee von Photocircle kam Thomas nach einer langen Reise, die ihn durch Laos, Kambodscha, Vietnam und Thailand führte. Einfaches Ziel: Den Fotomarkt revolutionieren und gerechter gestalten. Einziges Mittel: Ein neues Konzept, mit dem die Motive auf den Bildern am Verkaufserfolg beteiligt werden sollten. Er hatte vorher noch nie ein Unternehmen gegründet und auch in der Internet Branche wenig Erfahrung. Zum Glück sagt er heute, konnte er den Umfang des Projektes Anfangs nicht überblicken, sonst hätte er sich vielleicht anders entschieden. Wenn man seine Liebe zu Photocircle sieht darf daran allerdings gezweifelt werden.

erste Skizze unserer Homepage

Eine der erstes Skizzen unserer Homepage

Ein paar Zweifel hätten wohl auch Francesco geplagt. Als Thomas ihn in seiner Kreuzberger WG, in der er mit Francescos Bruder Giuseppe wohnte, fragte, wie lange er für die Fertigstellung der Seite bräuchte. antwortete Francesco: “3 bis 4 Monate”. (Nach dieser großartigen Antwort war Francesco Thomas Partner. Bereits zwei Wochen nach dem ersten Gespräch brach er seine Zelte in seiner sardischen Heimat ab und zog bei ihm ein.) Nach 13 langen Monaten und einem kalten, dunklen Berliner Winter war sein Werk dann endlich vollbracht: Photocircle ging Online!

Francescos erster Berliner Winter

Francesco arbeitet auf dem WG-Sofa, sein erster Berliner Winter.

Nach den ersten Monaten in der WG-Küche wurde dann der erste Wettbewerb gewonnen. Der Preis: Ein Büroplatz im Social Impact Lab in Berlin, einem Inkubator für junge Sozialunternehmen. Die kreative und professionelle Arbeitsatmosphäre Seite an Seite mit anderen Sozialunternehmern gab dem Team zusätzlich Antrieb. Viel ist seitdem passiert. Was im ersten Jahr unseres Bestehens erreicht wurde und was unsere nächsten Ziele sind erzählen wir Euch beim nächsten Mal.

Unser erstes Büro

Francesco und Thomas in unserem ersten Büro

Das Arirang Festival dokumentiert von Eric Lafforgue

Das Arirang Festival findet jedes Jahr aufs Neue in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang statt. Über das Festival schreibt der Nordkorea-Reisedienst: “Eröffnungsfeiern zu Olympischen Spielen oder Fußballweltmeisterschaften wirken dagegen wie lokale Kleinkunst.” Propaganda der kommunistischen Führung? Die Bilder von Eric Lafforgue sind jedenfalls sehr beeindruckend und lassen die Dimensionen dieses Spektakels erahnen. 

Fotokunst Eric Lafforgue

Der französischen Fotograf Eric Lafforgue ist sechs mal mit einem Touristenvisum nach Nord Korea eingereist, erzählte er in einem Spiegel Interview. Durch seine zum Teil auch äußerst kritischen Aufnahmen, verweigern ihm die Behörden mittlerweile jedoch, erneut das Land zu besuchen. Seine neuesten Bilder sind von einer seiner letzen Reisen nach Nordkorea, dem Land, das sich so sehr von dem Rest der Welt abschottet. In Pjöngjang besuchte er das jährliche Arirang Festival, eines der größten Massenveranstaltungen weltweit.

Fotokunst Eric Lafforgue

Das Festival, das von August bis Oktober dauert, wird seit 2002 (das Jahr 90 des koreanischen Chuch’e Kalenders) jedes Jahr im Rŭngnado-May-Day-Stadion in Pjöngjang gefeiert. Gezeigt wird die Geschichte der Republik, die die Heldentaten Kim Jong-ils und Kim Il-sungs preist. Das Massenspektakel vereint Tanz und Gymnastik, extravagante Choreografien und natürlich – wie soll es auch anders sein- Propaganda. Hier wird wiedergegeben wie weit es das koreanische Volk trotz Rückschlägen, Krieg und anderen Hürden zu dem wurde, was es heute ist. Kurz gesagt: Hier wird die Geschichte Nordkoreas aus nordkoreanischer Sicht gezeigt.

Fotokunst Eric Lafforgue

Auf der Rasenfläche der Arena wird die gymnastische und tänzerische Choreografie vorgeführt, während dahinter Schilder hochgehalten werden, die die Tribüne in eine lebende Groß-Leinwand verwandelt und die Szenen mit bunten Bildern untermalen. Dadurch treten über 100.000 Koreaner bei der Veranstaltung auf, darunter 30.000 Schulkinder.

Eric Lafforgue Fotokunst

Die Motive des Arirang Festivals wirken aufgrund der kräftigen Farben besonders gut auf unseren Acrylglasbildern. Weitere spannende und eindrucksvolle Bilder findest du in Eric Lafforgues Online Galerie auf photocircle.net. Mit dem Verkauf seiner Bilder auf Photocircle unterstützt Eric Lafforgue u.a. Entwicklungsprojekte in Myanmar,  Nepal und Bangladesch. 

Fotokunst Eric Lafforgue

Fotokunst Eric Lafforgue

Sounds from Ghana

Sounds of Ghana ist ein multimediales Projekt, dass von Sublime World Productions durchgeführt wird. 2010 begann ein Team von ghanaischen und europäischen Filmemachern und Fotografen eine Reise durch alle 10 Regionen Ghanas um die verschiedenen traditionellen Musikstile kennen zu lernen und zu dokumentieren. Entstanden sind ein Dokumentarfilm und eine Fotoausstellung, die nun nacheinander in Accra, Madrid und Berlin präsentiert werden.

 

“Bila” dancer - Kumbungu village, Northern Region  von Lucía Arias Ballesteros

 

In dem Dokumentarfilm geht es neben dem Kennenlernen der Musikstile vor allem um die Rolle der Musik in der Gesellschaft, wie sie dokumentiert ist, wie sie es bis ins 21. Jahrhundert überlebt hat und von Generation zu Generation weitergegeben wurde.

 

Chief & his grandson of the village Kumbungu, Northern Region von Lucía Arias Ballesteros

 

Am 07.09 kommt wurde die Fotoausstellung mit einer Vorführung des Dokumentarfilms und anschließender Livemusik und Cocktailbar im Afrika Haus Berlin eröffnet.

 

“Sounds from Ghana will certainly make its audience fall in love with the country’s colours, sounds and vibrations, but mostly … with its musical treasures and its people” – Prof. Dr. Isaac Richard Amuah, Director of the Department of Music at the University of Cape Coast

 

Die Bilder der Fotografin Lucía Arias Ballesteros sind auf Photocircle.net erhältlich und unterstützen den Wiederaufbau von Seminar- und Ausstellungsräumen in Accras Zentrum der Bokoor African Popular Music Archives Foundation (BAPMAF). 

 

Marie Prophet, portraitiert von Frank Domahs

Seit einer Woche unterstützten wir ein neues Projekt in Haiti. Der Fotograf Frank Domahs hat die Arbeit von Frau Dr. Höfler von LESPWA e.V., unserem neuen Projektpartner, mit seinen eindrucksvollen Portraitaufnahmen dokumentiert. Zu den meisten seiner Bilder erzählt er uns die traurigen Lebensgeschichten, der portraitierten Menschen, die aber auch häufig ein wenig Hoffnung in sich tragen.

Frank Domahs - Portraitfotografie für Haiti

Marie Prophet aus Port Au Prince ist 58 Jahre alt und hat sechs eigene Kinder. Ihr Ehemann verließ sie, als sie mit dem sechsten Kind schwanger war. Sie bekam keinerlei Unterstützung mehr von ihm.

Eine ihrer Töchter starb und hinterließ ein drei- und sechsjähriges Kind. Um ihre beiden Enkel kümmert sich nun Marie. Durch die finanzielle Unterstützung von LESPWA e.V. konnte Marie einen Kleinhandel eröffnen. Seitdem verdient sie ihren Lebensunterhalt für sich und fünf im Haushalt befindliche Kinder durch den Straßenverkauf von Broten mit Mamba (Erdnusspaste) und Kaffee. Ihr Handel floriert.

Zwei Tage, nachdem ich dieses Foto aufnahm, raubten vier bewaffnete Gangster alles, was sich Marie für ihren Kleinhandel angeschafft hatte: den Behälter für den Kaffee, die Kasab Brote, die selbst hergestellte Erdnusspaste, Alubecher, die große Trageschüssel, usw. Sie prügelten so lange auf Marie und die Kinder ein, bis sie ihnen auch das Ersparte aus dem Versteck in der Hütte gab. Wie Marie erging es auch zwei Nachbarinnen. Die Gangster hatten wohl gesehen, dass wir sie besucht hatten und sie fotografierten. Die drei verzweifelten Frauen bekamen ein zweites Mal Geld von Dr. Barbara Höfler / LESPWA und beginnen nun von vorne.

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