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Pierre Mylene, portratiert von Frank Domahs

Der Fotograf Frank Domhas portraitierte viele Einzelschicksale in Site Solèy, einem der schlimmsten Slums in Haitis Hauptstadt Port au Prince. Er war mit der Hilfsorganisations LESPWA e.V. unterwegs, die medizinische Hilfe in einer der ärmsten und gefährlichsten Gegenden der Welt leistet. Wir stellten vor kurzem schon Marie Prophets Geschichte vor. Das heutige Portrait zeigt Pierre Mylene, eine Ex-Prostituierte aus Site Solèy.

Seit ihrem 14. Lebensjahr lebte Pierre Mylene auf der Straße in Site Solèy, einem der schlimmsten Slums Haitis. Ihr Geld verdiente die mittlerweile 31-Jährige mit Prostitution. Ihr Mann hat sie verlassen nachdem sie von ihm ein Kind bekam. Das war bereits ihr viertes Kind. Die Väter der drei ersten Kinder waren allesamt Freier. Vielen Frauen in Haitis Slums geht es ähnlich, ihre einzige Überlebenschance ist die Prostitution, da ihre Eltern es sich nicht leisten konnten ihre Kinder zur Schule zu schicken und sie somit keine Ausbildung haben.

Mittlerweile wohnt Pierre Mylene mit ihren Kindern bei ihrer Schwester, die ein kleines Häusschen in Site Solèy besitzt. Dort kann sie auch die Nähmaschine nutzen, die sie nutzt, um der Prostitution zu entfliehen. LESPWA e.V. gab Pierre Mylene Stoffe, Garn und Schneidereizubehör, damit sie sich eine Existenz als Schneiderin aufbauen kann.

Frank Dohmas

Pierre Mylene arbeitete seit ihrem 14. Lebensjahr als Prostituierte in Site Soley

Alle Fotos der Serie von Frank Domahs gibt es in seiner Online Galerie auf photocircle.net zu sehen. Mit dem Kauf eines seiner Bilder unterstützt Du das Projekt “Hoffnung für Haitis Slumkinder” von LESPWA e.V.. Ziel des Projektes ist 600 Kindergartenkindern einen Tag aus dem Slum in die Natur zu bringen, um Ihnen zu zeigen, dass es ein anderes Leben gibt, für das es sich lohnt in die Schule zu gehen, um eine bessere Bildung zu bekommen. Viele der Kinder werden so das erste Mal in ihrem Leben sauberes Wasser, grüne Wiesen und gesunde Tiere sehen.

Das Arirang Festival dokumentiert von Eric Lafforgue

Das Arirang Festival findet jedes Jahr aufs Neue in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang statt. Über das Festival schreibt der Nordkorea-Reisedienst: “Eröffnungsfeiern zu Olympischen Spielen oder Fußballweltmeisterschaften wirken dagegen wie lokale Kleinkunst.” Propaganda der kommunistischen Führung? Die Bilder von Eric Lafforgue sind jedenfalls sehr beeindruckend und lassen die Dimensionen dieses Spektakels erahnen. 

Fotokunst Eric Lafforgue

Der französischen Fotograf Eric Lafforgue ist sechs mal mit einem Touristenvisum nach Nord Korea eingereist, erzählte er in einem Spiegel Interview. Durch seine zum Teil auch äußerst kritischen Aufnahmen, verweigern ihm die Behörden mittlerweile jedoch, erneut das Land zu besuchen. Seine neuesten Bilder sind von einer seiner letzen Reisen nach Nordkorea, dem Land, das sich so sehr von dem Rest der Welt abschottet. In Pjöngjang besuchte er das jährliche Arirang Festival, eines der größten Massenveranstaltungen weltweit.

Fotokunst Eric Lafforgue

Das Festival, das von August bis Oktober dauert, wird seit 2002 (das Jahr 90 des koreanischen Chuch’e Kalenders) jedes Jahr im Rŭngnado-May-Day-Stadion in Pjöngjang gefeiert. Gezeigt wird die Geschichte der Republik, die die Heldentaten Kim Jong-ils und Kim Il-sungs preist. Das Massenspektakel vereint Tanz und Gymnastik, extravagante Choreografien und natürlich – wie soll es auch anders sein- Propaganda. Hier wird wiedergegeben wie weit es das koreanische Volk trotz Rückschlägen, Krieg und anderen Hürden zu dem wurde, was es heute ist. Kurz gesagt: Hier wird die Geschichte Nordkoreas aus nordkoreanischer Sicht gezeigt.

Fotokunst Eric Lafforgue

Auf der Rasenfläche der Arena wird die gymnastische und tänzerische Choreografie vorgeführt, während dahinter Schilder hochgehalten werden, die die Tribüne in eine lebende Groß-Leinwand verwandelt und die Szenen mit bunten Bildern untermalen. Dadurch treten über 100.000 Koreaner bei der Veranstaltung auf, darunter 30.000 Schulkinder.

Eric Lafforgue Fotokunst

Die Motive des Arirang Festivals wirken aufgrund der kräftigen Farben besonders gut auf unseren Acrylglasbildern. Weitere spannende und eindrucksvolle Bilder findest du in Eric Lafforgues Online Galerie auf photocircle.net. Mit dem Verkauf seiner Bilder auf Photocircle unterstützt Eric Lafforgue u.a. Entwicklungsprojekte in Myanmar,  Nepal und Bangladesch. 

Fotokunst Eric Lafforgue

Fotokunst Eric Lafforgue

Marie Prophet, portraitiert von Frank Domahs

Seit einer Woche unterstützten wir ein neues Projekt in Haiti. Der Fotograf Frank Domahs hat die Arbeit von Frau Dr. Höfler von LESPWA e.V., unserem neuen Projektpartner, mit seinen eindrucksvollen Portraitaufnahmen dokumentiert. Zu den meisten seiner Bilder erzählt er uns die traurigen Lebensgeschichten, der portraitierten Menschen, die aber auch häufig ein wenig Hoffnung in sich tragen.

Frank Domahs - Portraitfotografie für Haiti

Marie Prophet aus Port Au Prince ist 58 Jahre alt und hat sechs eigene Kinder. Ihr Ehemann verließ sie, als sie mit dem sechsten Kind schwanger war. Sie bekam keinerlei Unterstützung mehr von ihm.

Eine ihrer Töchter starb und hinterließ ein drei- und sechsjähriges Kind. Um ihre beiden Enkel kümmert sich nun Marie. Durch die finanzielle Unterstützung von LESPWA e.V. konnte Marie einen Kleinhandel eröffnen. Seitdem verdient sie ihren Lebensunterhalt für sich und fünf im Haushalt befindliche Kinder durch den Straßenverkauf von Broten mit Mamba (Erdnusspaste) und Kaffee. Ihr Handel floriert.

Zwei Tage, nachdem ich dieses Foto aufnahm, raubten vier bewaffnete Gangster alles, was sich Marie für ihren Kleinhandel angeschafft hatte: den Behälter für den Kaffee, die Kasab Brote, die selbst hergestellte Erdnusspaste, Alubecher, die große Trageschüssel, usw. Sie prügelten so lange auf Marie und die Kinder ein, bis sie ihnen auch das Ersparte aus dem Versteck in der Hütte gab. Wie Marie erging es auch zwei Nachbarinnen. Die Gangster hatten wohl gesehen, dass wir sie besucht hatten und sie fotografierten. Die drei verzweifelten Frauen bekamen ein zweites Mal Geld von Dr. Barbara Höfler / LESPWA und beginnen nun von vorne.

Geschichten hinter den Fotografien von Silva Wischeropp

Heute stellt uns die Berlinerin Silva Wischeropp einige ihrer Schwarzweiß – Fotoarbeiten aus Vietnam vor. Die Fotos sind ein Querschnitt reisefotografischer Streifzüge der Jahre 1999/2000/2002 – Alltagsgeschichten, jenseits aller Klischees, Straßenverkäufer, Friseurkünstler in Armeeuniform und Tropenhelm, Eier- und Obstverkäufer,  Mönche, umherstreunende Hunde, Katzen und unzählige, wunderschöne Kinderaugen.

Schlafendes Kind – Folgendes Motiv entstand im Mekongdelta, ein schlafendes, kleines Mädchen in einer Hängematte.

Innocent Child - Mekong Delta - Vietnam - Asia von SILVA WISCHEROPP

Sie scheint zu schweben, friedlich und beschützt zu schlafen. Das Schwarzweißfoto strahlt eine unschuldige, wunderschöne Stimmung aus. Es wäre allen Kindern dieser Welt zu wünschen in so einer vertrauten, wohl behüteten und sicheren Welt leben zu können. Solche Motive sind kaum planbar, sie begegneten mir meist zufällig. Aufgenommen habe ich das Bild mit einer Nikon FE2, Tmax 100.

Badelust – Ein Moment, der mir begegnete und wie eine Sommerfrische aus dem letzten Jahrhundert anmutete, ist eine Badeszene, in der ältere Damen im buddhistisch geprägten Vietnam auch heute noch in Kleidern und oft in Gruppen baden.

Bathing Woman - Nha Trang Beach - Vietnam by SILVA WISCHEROPP

Der rauschenden Erfrischung tut das offenbar keinen Abbruch. Diese Aufnahme entstand mit meiner Pentacon-Six, 80mm, auf Efke 100Der Photo-Film ist  eine Handentwicklung und auf Barytpapier gedruckt. Bei diesem Foto wird das Bildquadrat durch den Diagonal-Aufbau bis in die Ecken genutzt. Das Bild zeigt Vietnamesische Lebenslust und Freude am Augenblick.

An der Quelle – Eine andere authentische Badeszene gibt uns Einblick in das Leben der Bergvölker bei Son La.

Bathing Thai Family - Son La - Nordwest Vietnam - Asien by SILVA WISCHEROPP

Hier sehen wir Angehörige der ethnischen Minderheit der Thais, Mütter mit ihren Kindern beim Baden in den heißen Naturquellen von Son La, im Nordwesten Vietnams.

Eine Badeszene mit antikem Charakter.

Diese Arbeit entstand im Jahr 2002. Die vier Gesichter drücken ganz unterschiedliche Gefühle aus, von Skepsis bis Freude. Ein sehr authentischer Moment, aufgenommen mit einer Nikon FE2, 105 mm. Der Bildausschnitt ist vergrößert.

Solche Bilder, einfühlsam und sensibel aufgespürt, führen den Betrachter zurück in alte Zeiten. Sie setzen uneingeschränktes Vertrauen voraus, was bei diesen sehr intimen, persönlichen Momenten keine Selbstverständlichkeit darstellt. Weitere spannende Motive von Silva Wischeropp findet Ihr in unserer Galerie. Alle Motive können auf Acryglas, Alu-DibondLeinwand sowie auf Fine Art Papier gekauft werden.

LESPWA Hoffnung für Straßenkinder in Haiti

Wir haben einen neuen Projektpartner: Ab heute unterstützen wir LESPWA – Hoffnung für Kinder in Haiti e.V., ein Projekt, das kleinen Kindern aus den Slums von Port Au Prince eine Perspektive zeigt. Auf das Projekt aufmerksam gemacht wurden wir von unserem neuen Fotografen Frank Domahs, der die Slumbewohner mit seinen beeindruckenden Fotoarbeiten unterstützt. 

Photocircle LESPWA

LESPWA e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich um die medizinische Versorgung von Straßenkindern einer der schlimmsten Slums der Welt kümmert. Zwischen 200.000 und 400.000 Menschen leben hier auf 5 qkm ohne Kanalisation, Polizei und Elektrizität inmitten von Gewalt und Bandenkriminalität. Etwa 90% der hier lebenden Menschen sind arbeitslos und leben nur von den riesigen Müllhalden.

So ein Elend ist nur schwer vorstellbar

Wie so oft muss man Elend erst mit eigenen Augen gesehen haben, um es richtig zu verstehen und aus diesem fernen Nachrichtenthema etwas zu machen, das einen persönlich derart nahegeht, dass man sein komplettes Leben umstellt. Nach einem Besuch in Haiti war Frau Dr. Barbara Höfler so tief berührt, dass sie beschloss sich für ein Jahr in die Elendsviertel von Port Au Prince zu begeben, um den Menschen dort mit ihren Kenntnissen und Mitteln zu helfen. Aus dem geplanten Jahr sind inzwischen 15 geworden.

Photocircle, Frank Domahs

Seit 2001 gibt es die Hilfsorganisation LESPWA e.V., die Barbara Höfler ihn ihren Bemühungen unterstützt. Nach wie vor unternimmt sie vor Ort alles dafür, dass die Kinder in den Slums eine medizinische Grundversorgung erhalten und in die Schule gehen können, um später einmal eine Ausbildung anzufangen.

Die Mieten für die einfachsten Wellblechhütten und die allgemeinen Lebenskosten für Menschen, die von dem schweren Erdbeben von 2010 betroffen waren, sind teilweise so hoch, dass viele Kinder und junge Mütter (die größtenteils selbst noch Kinder sind) auf den dreckigen Straßen der Slums leben.

Frank Domahs, Photocircle

LESPWA wird komplett von ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt

LESPWA setzt dort an wo andere nicht mehr weiter wissen: Dank dem persönlichen Engagement der allesamt ehrenamtlichen Helfer ist es möglich gewesen, vier der zerstörten Schulen in den Elendsvierteln wieder aufzubauen, so dass mittlerweile 15.000 der vormals 20.000 Schüler wieder einen Zugang zu Bildung erhalten.

Frau Dr. Höfler fährt mehrmals die Woche durch die Slums. Mit einem eigens umgebauten Pick-Up Truck, der als mobile Klinik fungiert, versorgt sie verletzte und kranke Kinder und Eltern.Wegen dieses außerordentlichen Engagements wurde Frau Dr. Höfler am 4. September 2012 das Verdienstkreuz erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

OPEPB Haiti Photocircle

Unterstütze LESPWA mit den Fotografien von Frank Domahs auf Photocircle

Unser Fotograf Frank Domahs hat die Arbeit von Frau Dr. Höfler und das Leben in Port Au Prince mit seinen beeindruckenden Aufnahmen dokumentiert. Seine Bilder kannst Du jetzt exklusiv auf Photocircle als hochwertige Kunstdrucke bestellen. Du unterstützt damit LESPWA e.V. Kindergartenkindern der Slums ein Stück Hoffnung in ihr Leben zu bringen.

Über den Verkauf möchten wir 600 Kindern ermöglichen für einen Tag zu einer sauberen Quelle außerhalb der Stadt zu fahren, um Wiesen, Natur und Tiere zu sehen. Die meisten der Kinder haben noch nie etwas anderes als den Slum gesehen und können sich schwer vorstellen, dass es ein besseres und erstrebenswerteres Leben gibt. LESPWA e.V. versucht den Kindern so die nötige Motivation zu geben aus eigener Kraft aus der Misere herauszufinden, lesen und schreiben zu lernen, um später einmal einen Beruf ausüben zu können.

LESPWA bietet Straßenkindern eine Perspektive und zeigt ihnen, dass es mit eigener Kraft, mit Ambition und Motivation möglich ist, aus dem Elend der Slums zu entkommen oder sich zumindest ein menschenwürdiges Leben aufzubauen.

Mehr Bilder und Geschichten zu den Portraits gibt es in Frank Domahs Online Galerie auf Photocircle. Wenn Du LESPWAS Arbeit direkt unterstützen möchtest, kannst Du das auf der LESPWA Homepage tun. Nähere Informationen zu unserem gemeinsamen Projekt findest Du auf unserer Projektseite.

Kevin Russ – On the Road, Musik: Graham Candy (NZ)

Beeindruckende Ebenen, tiefe Schluchten, Nebelige Wälder und Imposante Tieraufnahmen. Die atemberaubenden Bilder des Vollzeit Reisenden Fotografen Kevin Russ (USA) nehmen den Betrachter mit auf eine Reise durch die Natur des amerikanischen Westens.

Street Bison

Wir freuen uns die Ausstellung „On the road“ des freiheitsliebenden Fotografen Kevin Russ vorzustellen. Russ Aufnahmen sind während eines einjährigen Roadtrips durch den Westen Amerikas entstanden. Die Ausstellung wird im Haus am See, direkt am Rosenthaler Platz in Berlin Mitte, vom 4. bis 24. September 2013 stattfinden. Am Mittwoch, den 4. September, ist die Vernissage mit einem Live Konzert des neuseeländischen Singer-Songwriters Graham Candy.

Nach mehreren Jahren als Portraitfotograf in Portland (USA) fühlte sich Kevin Russ ausgebrannt und entschied sich mit seinem Auto und seiner Kamera für ein Jahr durch den wilden Westen Amerikas zu reisen. Während der Zeit schlief er in seinem Auto, fotografierte neben beeindruckenden Landschaften auch wild lebende Tiere (meistens mit seinem iPhone) und schafft es, mit seinen Bildern das Gefühl von roher, unberührter und wunderschöner Natur herüberzubringen. Russ wurde als „full time traveler und explorer“ bekannt und hat mittlerweile eine große Fanbase im Internet (60.000 Follower auf Instagram).

Kevin Russ verkauft eine Auswahl seiner Bilder auf Photocircle, einer in Berlin ansässigen Online Fine Art Fotoplattform. Mit jedem Verkauf unterstützt er mit 60% seines Erlöses soziale Projekte in Haiti, Kolumbien oder Brasilien.

Graham Candy

Der Singer/Songwriter aus Neuseeland wird in seiner Heimat Neuseeland in Fachkreisen bereits als musikalischer Rohdiamant gehandelt. Mit dieser Stimme ist das auch kein Wunder. Erstmalig auf einer Bühne in Berlin wird Graham Candy eine Mischung aus eigenen Songs und Coverversionen zum Besten geben. Gänsehautmomente sind garantiert! 

Weitere Bilder von Kevin Russ:

Horse Friends

Young Buck

Sunrise Forest

Silva Wischeropp und die Schwarzweißfotografie

Seit einigen Monaten ist Silva Wischeropp nun schon mit einer Auswahl aus Ihrem Portfolio bei Photocircle vertreten. Heute erzählt sie uns, wie sie zur Fotografie gekommen ist.

Mein fotografisches Interesse begann im Vergleich zu vielen anderen Fotografen relativ spät im Alter von 25 Jahren.

Die ersten Belichtungsversuche von Schwarzweiß-Material, es war ein ORWO NP20(80 ASA), startete ich mit einer EXA 1B, die ich meinem Vater nach langem Überreden abgeschwatzt hatte.

Children at the Big Tree - Central Highland - Vietnam von SILVA WISCHEROPP

Ich glaube, dass der Wunsch Menschen zu fotografieren, entstanden ist, als ich 1988 mit meinen Schülern einen Ausflug gemacht habe. Zu dieser Zeit war ich Lehrerin in einer Schule für lernbehinderte Kinder in Ost-Berlin. Von meinen ersten Schülerportraits gelang ich schnell zu Aufnahmen von meinen Freundinnen und Bekannten.

Sie hatten Vertrauen in meine Fotografie, und wir hatten immer Spaß bei der Arbeit. Wir alle waren immer sehr gespannt und neugierig auf die Schwarzweiß – Laborergebnisse.

Innocent Child - Mekong Delta - Vietnam - Asia von SILVA WISCHEROPP

Schlafendes Kind im Mekong Delta, Vietnam

In autodidaktischer Auseinandersetzung hielt ich vorwiegend an der S/W-Fotografie fest. Es waren zum größten Teil Menschen, zu denen es mich hinzog. Meine Freunde und Modelle sollten mit Respekt unter Wahrung ihrer Würde, ihrer Haltung und Ihres Geheimnisses ehrenvoll dargestellt werden.

Eine kleine Küche diente mir als Dunkelkammer

Damals hatte ich tagsüber den Unterricht. Abends wendete ich mich der Fotografie zu. Meine kleine Küche, in der damals noch eine sehr altmodische Kochherdplatte mit Kohle beheizt wurde, wurde fast vollständig als Schwarzweiß-Dunkelkammer umfunktioniert.

Little Boy at Kontum Village - Central Highland - Vietnam von SILVA WISCHEROPP

Kleiner Junge in Kontum in den Highlands von Vietnam

Zu jener Zeit entwickelte ich alle meine Filme per Hand und machte eigene Papierabzüge, immer mit Barytpapier der Firma ORWO.

Maßgeblich beeinflusst hatte mich damals eine Fotoausstellung von Josef Koudelka. Seine Bilder hatten mich so fasziniert, vor allem seine Zigeunerportraits, dass der Wunsch nach fotografischer Vertiefung immer stärker wurde.

Arbeiten von Henri Cartier Bresson, Sebastio Salgado, James Nachtwey, Dorothea Lange, Mary Ellen Mark, Diane Airbus, Cindy Sherman, Helmut Newton sind für mich wegweisend, immer wieder schaue ich sie mir gern an.

Bathing Woman - Nha Trang Beach - Vietnam von SILVA WISCHEROPP

Badende Frauen am Strand von Nha Trang, Vietnam

Wir freuen uns, dass Silva Wischeropp mit einer Auswahl aus Ihrem großartigen Portfolio bei uns vertreten ist. Ihre Bilder kommen unserer Meinung nach besonders gut auf Alu Dibond und unserem Fine Art Papier zur Geltung. 

Ronny Behnerts Suche nach der eigenen Handschrift

Seit gut einem Monat bereichert Ronny Behnert mit seinem Portfolio unsere Galerie. Für unseren Blog erzählt er uns, wie er zur Fotografie kam und über seine weiteren Pläne.

Ronny Behnert fotografiert aktiv seit 2007. Nur drei Jahre später hat er sein Fotografie Projekt “Håggard Photography” gegründet und versucht seither seinen eigenen Stil, seine eigene Handschrift sozusagen, zu finden und zu verfeinern. In kurzer Zeit haben es schon einige seiner Fotoserien in renommierte Magazine geschafft.

The Gate von Ronny Behnert

The Gate von Ronny Behnert

Geboren in Luckenwalde, einer Kleinstadt südlich von Berlin, zieht es Behnert schon seit jeher in die Ferne. Sein Basislager hat er in Berlin errichtet, jedoch verschlug es ihn beruflich schon nach Sylt und Frankfurt/Main. Auch sonst versucht er häufig umher zu reisen, sich inspirieren zu lassen und seine fotografischen Fähigkeiten weiter auszubauen.

Du hast ja erst 2007 so richtig mit der Fotografie angefangen. Das sind 6 Jahre. Wie hast du es geschafft in so kurzer Zeit einen so reifen und professionellen Stil zu entwickeln?

Vielen Dank für das tolle Kompliment. Ein Geheimrezept dafür habe ich nicht, aber ich würde sagen, dass ich mich stark mit der Praxis, also dem Handwerk Fotografie, auseinander gesetzt habe und einfach in die Welt hinausgegangen bin. Von Anfang an habe ich eine Kamera in der Hand gehabt und viel experimentiert, ausprobiert und mich teils auch von anderen Fotografen inspirieren lassen. Ich denke das Wichtigste ist, dass ein Großer Teil des Lernprozesses das Fotografieren an sich ist. Man sollte einfach seinen Gedanken folgen…Die Fotografie ist frei!

Was ist Dir besonders wichtig beim Fotografieren?

An erster Stelle steht für mich, mich auszudrücken. Meine Interessen, Gedanken und Gefühle durch die Linse zu transportieren und das, was die Gedanken mit mir machen, in einem Foto zu vereinen. Die Fotografie ist für mich ein wichtiges Medium, auch um mich selbst zu entdecken und mehr über mich zu lernen.

Sheikh Zayed Road - Study 10 von Ronny Behnert

Sheikh Zayed Road - Study 10 von Ronny Behnert

Du reist auch viel herum, was ist dein nächstes großes Ziel?

Mein nächstes Ziel ist Krakau und das in der Nähe gelegene Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, das Teil meiner neuen Werkgruppe werden wird, die sich intensiv mit dem Thema Vergangenheit beschäftigen wird. Die ersten Testaufnahmen sind bereits gemacht und das Konzept steht.

Weitere Städtereisen nach Venedig und Zürich sind ebenfalls geplant. Über Ziele die etwas weiter weg sind wird gerade verhandelt. Zur Auswahl stehen Tokio, die Vereinigten Arabischen Emirate und Chicago.

Deine schönste Geschichte zu einem deiner Bilder…

Ich glaube, ich könnte zu so einer Geschichte die komplette Werkgruppe „Venezia“ zusammenführen. Die Stadt Venedig hat mich die Zeit, in der ich dort bleiben durfte, jeden Tag aufs Neue beeindruckt und sich für mich als wahre Stadt der Liebe entpuppt. Um es kurz zu fassen, für mich gibt es keine romantischere und verträumtere Stadt als Venedig.

Canal Grande - Study 8 von Ronny Behnert

Canal Grande - Study 8 von Ronny Behnert

Dein Lieblingsfotograf?

Der japanische Fotograf Hiroshi Sugimoto, der mich 2008 mit seiner Berliner Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie vollends überzeugt hat. Seine „Seascapes“ und „Theatres“ haben mich sehr geprägt!

Deine erste Kamera? Und womit fotografierst du heute?

Bei meiner ersten Kamera handelte es sich um eine Kompaktkamera eines Freundes, die mich zur Fotografie gebracht hat. Als ich merkte, dass das Fotomachen ein Medium für mich ist, begann ich mein Equipment auszubauen. Ich begann analog zu fotografieren und entwickelte mich kurz danach auch mit digitalen Spiegelreflexkameras weiter.

Mittlerweile fotografiere ich analog und digital im Mittel- und Vollformat und experimentiere parallel dazu mit einer alten Polaroid Kamera.

The pool von Ronny Behnert

The pool von Ronny Behnert

Miroir d´eau - Study 2 von Ronny Behnert

Miroir d´eau - Study 2 von Ronny Behnert

Seid ihr auch gespannt auf seine neuen Serien? Dann haltet euch auf Photocircle und Ronny Behnerts Homepage auf dem Laufenden. Zu kaufen gibt es seine Bilder in seiner Galerie bei uns hinter Acrylglas sowie auf Alu-Dibond und Fine-Art Paper. Wir finden, dass seine Bilder auf Alu Dibond besonders gut funktionieren.

Ronny Behnert unterstützt unsere Projekte mit 60% seines Gewinns. Danke Ronny! Wir freuen uns, Dich bei uns vertreten zu dürfen!

Stephan Opitz: From Tibet to Shanghai

Das Fotografieren bringt sich Stephan Opitz seit 2006 autodidaktisch bei. „Bevorzugt habe ich am Anfang Architektur fotografiert und konnte dabei viel über Bildaufbau und Gestaltung eines Bildes lernen“. Er ist Geologe und reist häufig mit seiner Kamera, wenn er mal wieder auf Studienreise geht. Besonders wichtig ist Opitz „die “Seele” des Bildes. Bilder sind für [ihn] dann interessant und spannend wenn sie eine Geschichte erzählen oder aber Emotionen wecken“

Stephan Opitz: Shanghai Study 7

Die schwarz-weiß Fotografie konzentriert sich auf das Wesentliche

Die schwarzweiß Fotografie ist Stephan Opitz‘ Steckenpferd. Farben lenkten zu sehr vom Wesen des Bildes ab, im monochromen ist das Bild auf Kontrast, Komposition, Licht, Struktur und Form reduziert. Daher auch sein anfängliches Interesse an Architektur: Klare Strukturen und Formen dominieren viele seiner Bilder. Stephan Opitz ist einer der Fotografen, die sehr viel über ein Bild und dessen Komposition nachdenken. Oft kommt er mehrmals an einen Ort zurück, um das richtige Licht für ein Bild zu erwischen. Auf seinen Reisen konnte er das leider nicht immer so umsetzen, dafür hat er dort gelernt zu improvisieren. Auf die Frage, was ihn inspiriert, antwortete er: „Ganz unterschiedlich: mal Bilder anderer Fotografen, aber auch meine Umwelt, mal das Licht oder ein bestimmte Situation. Derzeit arbeite ich bevorzugt an Bildserien zu unterschiedlichen Themen“

Stephan Opitz: Tibetian Plateau Study 7

Seine Studienreisen bringen ihn an die entferntesten Orte

Überhaupt reist Stephan Opitz viel und gerne. Er ist Geologe und seine Studienreisen bringen ihn an die entferntesten Orte. Er zeigt China von einer anderen Seite, die sich viele Menschen nur schwer vorstellen können: Durch seine wissenschaftlichen Expeditionen hatte er die Möglichkeit tiefer hinter die Fassade zu schauen und was er dort fand, war für ihn eine zutiefst beeindruckende Erfahrung. Entstanden sind Aufnahmen von stolzen Menschen, die unter den härtesten und unmöglichsten Bedingungen leben. Zu sehen sind viele dieser Werke in seiner aktuellen Ausstellung „From Tibet to Shanghai -Contrasts from the central empire (China)”. Sie läuft noch bis zum 02. August 2013.

Alle Bilder der aktuellen Ausstellung wird es bei uns zu kaufen geben. Stefan Opitz würde sich freuen, wenn einige seiner Bilder dazu beitragen einen guten Zweck zu unterstützen.

Stephan Opitz: Tibetian Plateau Study 8

Stephan Opitz: Tibetan People 1

Stephan Opitz: Tibetian Plateau Study 5

Weltreisen und Surfen als Beruf

Es kommt nicht häufig vor, dass ich neben dem obligatorischem kurzem Fernweh, das bei tollen Landschaftsaufnahmen immer einsetzt, noch so ein Bauchkribbeln verspüre, das mich am liebsten sofort meine Koffer packen lässt und ich mich erstmal für ein Jahr von Familie und Freunden verabschieden möchte. Wenn ich mich aber durch Lars Jacobsens Bilder klicke, dann würde ich am liebsten mit nichts weiter im Gepäck als einer Hängematte, meinem Bikini und einer Sonnenbrille losziehen, endlich mal weiter Surfen lernen und glücklich sein.

Lars ist seit 2006 Chefredakteur des deutschen Surfers Magazin, und arbeitet außerdem noch als Freelance Fotograf für viele große Zeitungen. Er darf seiner Leidenschaft, dem Surfen, fast das ganze Jahr über nach gehen, und reist damit ständig in der Weltgeschichte umher. Seine Bilder sind schon seit einiger Zeit in unserer Gallerie zu finden, daher habe ich ihm einmal ein paar Fragen zu seiner Arbeit gestellt.

Skateboard von Lars Jacobsen

Wie bist du denn eigentlich zum Surfen gekommen?

Ich bin in dem Windsurf-Laden meines Vaters aufgewachsen und hatte so immer schon Bezug zum Thema “surfen”. Er hatte eine eigene Surfschule an einem Baggersee und wir verbrachten dort jede freie Minute. Allerdings hatte mich Windsurfen nie wirklich gefesselt, dafür aber das Wellenreiten. Bei uns im Laden lagen einige Magazine aus, in denen auch immer wieder Wellenreit-Storys zu finden waren. Die Fotos und Geschichten faszinierten und beschäftigten mich tagelang. Irgendwann entschloss ich, ich glaub ich war damals 14 Jahre alt, mit einem Kumpel an die französische Atlantikküste zu fahren, um dort Wellenreiten zu gehen. Ein Jahr später nahm ich an einem Sprachkurs in Kalifornien teil und meine Gastfamilie waren alle Surfer und Skateboarder. Von da an war es um mich geschehen…

Big Wave Surfer Kohl Christensen vor Irland von Lars Jacobsen

Was ist dir besonders wichtig beim Fotografieren?

Dass sich meine Bilder möglichst von anderen aus demselben Genre abheben. Das ist natürlich nicht immer möglich aber gerade in der Surffotografie kann man sehr kreativ an die Arbeit gehen und immer wieder neue Dinge ausprobieren. Ich lege hohen Wert drauf meinem Kunden möglichst beste Qualität abzuliefern und ihm exakt das zu liefern, wonach er gesucht hat…

Du bewegst dich ja in vielen verschiedenen Genres der Fotografie – Sport, Portrait, Reise oder „einfach“ Landschaftsaufnahmen. Was liegt dir hier besonders am Herzen und warum?

Die Surffotografie war auf jeden Fall immer der Motor meines Antriebs. Als Deutscher Wellenreiter, fern ab von den perfekten Wellen, schwang bei mir immer der Reiz des “Was ich nicht haben kann, will ich erst recht haben” mit. Vor zehn Jahren hatte ich schließlich die Chance bekommen aus meinem Hobby einen Beruf zu machen. Ich arbeite als Chefredakteur bei der SURFERS und darf quasi die Welt bereisen und Surfen fotografieren.

Surfer in Marokko von Lars Jacobsen

Deine schönste Geschichte zu einem deiner Bilder…

Wow, das ist sehr schwer zu beantworten. Es gab so unfassbar viele schöne Momente und Geschichten auf Reisen… Ein sehr eindrucksvolles Erlebnis war auf jeden Fall das Shooting zu diesem Bild. Wir waren mit ein paar der besten Deutschen Wellenreitern auf Island unterwegs. Auf der Suche nach Wellen kamen wir plötzlich an diesem Gletschersee (Jökulsárlón) im Süden des Landes vorbei. Beim Vorbeifahren wurden wir immer langsamer und schauten mit offenen Mündern auf dieses atemberaubende Panorama. Ohne dass jemand ein Wort sagte, parkten wir an dem See, stiegen aus und schauten uns immer noch ganz ungläubig von dieser Schönheit an. Dreißig Sekunden später wurden alle ganz hektisch, sprangen in ihre Neoprenanzüge und paddelten aufgeregt und voller Adrenalin zwischen den Eisbergen herum. Ich brauchte etwas länger, da ich erst die Kamera im Wassergehäuse unterbringen musste. Als Fotograf musste ich ohne Surfbrett in das eisige Wasser springen und hing plötzlich bis zum Kinn in dem halb gefrorenen See. Ich merkte ganz schnell, wo mein Neoprenanzug Wasser durch ließ. Ich habe noch nie in so kaltem Wasser geschwommen, wirklich eine Eindrucksvolle Erfahrung. Die Jungs hievten mich dann zu sich auf den Eisberg und ich wusste sofort, dass sich der Exkurs in die arktische Kälte lohnen wird.

Dein Lieblingsfotograf?

Das ändert sich ständig. Aber in Sachen Surf-Lifestyle Bilder bin ich momentan großer Fan von Mark Choiniere

Von Portraits bin ich Fan von Jason Reposar

Von reinen Surffotos bin ich schon immer großer Fan von Tim McKenna

Deine erste Kamera? Und womit fotografierst du heute?

Meine erste Kamera war eine kleine Agfamatic Pocketkamera. Ich habe das Teil geliebt! Heute fotografiere ich meistens mit meiner Nikon D800 oder ab und zu mit meiner alten Hasselblad 501C.

Lust auf Lars‘ Bilder bekommen? Anzusehen sind sie in seiner Galerie auf Photocircle und natürlich auf seiner eigenen Homepage. Wie immer könnt ihr mit dem Kauf eines seiner Bilder ein tolles Projekt unterstützen und so die Welt in bisschen besser machen.

Wellen von Lars Jacobsen

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