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Wir haben unser Projekt in Indonesien realisiert!

Gestern konnten wir unser Projekt in Indonesien realisieren! Nun können wir bei BOS Deutschland die Jahrespatenschaft des Orang-Utan Waisen Miko übernehmen. Wir danken unseren Fotografen und Kunden, die mit Ihrem Engagement entscheidend zur Umsetzung dieses Projektes beigetragen haben.

Orang Utan Waise Miko nach seiner Aufnahme

Orang Utan Waise Miko nach seiner Aufnahme

Nach UN Angaben werden im Jahr 2022 etwa 98 Prozent der Regenwälder weltweit zerstört sein. Die rasante Abholzung tropischer Primärwälder, großflächige zerstörerische Waldbrände, die massive Ausbreitung von uniformen Palmölplantagen,  und der nationale sowie internationale Tierhandel treiben den Rückgang der Verbreitungsgebiete und das Aussterben der letzen Orang-Utan-Populationen weiter voran. Heute findet man daher nur noch vereinzelt Orang-Utans auf Borneo und Sumatra.

Die Regierung Indonesiens tut bislang nicht viel, um dieser verheerenden Entwicklung entgegenzuwirken. Im Gegenteil. Nachhaltige Waldwirtschaft, Umweltschutz und ökologisches Denken sind noch immer Zukunftsmusik für ein Land, das zu den korruptesten weltweit gehört. Zwischen der Regierung und den Betroffenen – ganz gleich ob Mensch oder Tier – stehen die Holzkonzerne und die Palmölindustrie, für die Gewinnmaximierung erste Priorität hat.
Was wird also aus den letzten verbleibenden Orang-Utans dieser Welt? Was wird aus diesem wunderbaren Menschenaffen, dessen Erbinformation zu 97% der unserigen gleicht und der somit zu unseren nächsten Verwandten zählt?
Wo der Staat versagt, müssen private Organisationen und Initiativen alleine versuchen, dem Aussterben der Orang-Utans erfolgreich entgegenzuwirken. So konnte beispielsweise Greenpeace mit seiner Kampagne “Give the Orang-Utan a break” einige Erfolge feiern. Nach diesem Spot ist so vielen Menschen der Appetit auf Kitkat und Nestlé vergangen, dass der Konzern zumindest in Teilen zu einem Umdenken gezwungen wurde.

Auch die BOS Foundation arbeitet seit Jahren mit Hochdruck an der Erhaltung des Lebensraumes der letzten Orang-Utans. So leitet die indonesische NGO das inzwischen größte Primatenschutzprojekt weltweit und hat eine Vorbildfunktion für viele andere Schutzprogramme.

Wir freuen uns, mit dem Verkauf unserer Fotokunst BOS Deutschland in Ihrer Arbeit zu unterstützen und hoffen auf weitere gemeinsame Projekte. Für weitere Informationen zu aktuellen Projekten und der Lage der Orang-Utans in Indonesien, können wir Euch die Webseite unseres Partners BOS Deutschland noch einmal wärmstens empfehlen.

Nun noch einmal zu Miko….

Miko auf dem Weg zur Baumschule

Miko auf dem Weg zur Baumschule

Miko war noch nicht einmal ein Jahr alt, als er in einem Dorf in der Nähe des Sebangau-Nationalparks in Kalimantan beschlagnahmt wurde. Die Naturschutzbehörde hatte Informationen über einen illegal gehaltenen Orang-Utan erhalten. Sie fanden das eingesperrte Orang-Utan-Baby in einem Holzverschlag mitten in einem verlassenen Haus vor und informierten das BOS-Rettungsteam. Miko war winzig und schwach. Die Wunden an seinen Händen und Füßen wurden versorgt. Mit Infusionen konnte er nach und nach wieder aufgepäppelt werden. Menschliche Pflegemütter kümmern sich bei BOS Tag und Nacht um Orang-Utan-Kinder wie Miko. Intensive Pflege und liebevolle Betreuung in diesem Entwicklungsstadium ist extrem wichtig. Denn in der Natur leben Mutter und Kind bis zu acht Jahren sehr eng miteinander. Gut die Hälfte dieser Zeit wird das Junge gestillt.

Wenn die Orang-Utans in den Rettungsstationen groß genug sind, werden sie in die sogenannte „Waldschule“ versetzt, die auch Miko mittlerweile besucht. Dort lernt er mit natürlicher Nahrung aus dem Regenwald zu experimentieren und wagt erste Kletter- und Nestbauversuche. Täglich werden die Orang-Utans in den Stationen mehrere Stunden beobachtet. Ihr Verhalten wird dokumentiert bis der Zeitpunkt der Auswilderung gekommen ist.

Wir werden den Werdegang von Miko weiter verfolgen und an dieser Stelle über seine Entwicklung informieren. Wir hoffen, dass Miko durch Eure Unterstützung und die Realisierung dieses Projektes einen weiteren Schritt in Richtung Auswilderung macht.